Archive for November 14th, 2007

14th November
2007
written by Tobias Blanken

Auch auf NPD-BLOG.INFO wird die Achse von italienischen Linksextremen und deutschen Rechtsextremen thematisiert, man erfährt in deren Artikel Querfront: Vermeintliche Linke auf Abwegen aber noch weitere rot-braune Schweinereien rund um den junge Welt Autoren und Mitarbeiter der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Jürgen Elsässer.

In dem Artikel heißt es u.a.:

Am 10. Oktober habe Elsässer im Berliner Hilton vor der Preußengesellschaft, in deren Beirat Fürst Ferdinand von Bismarck sitzt, über den `Angriff der Heuschrecken, Finanzkollaps, Zerstörung der Nation und globaler Krieg` gesprochen. Weiter heißt es: `Angesichts der auch in seinem Buch genannten Gefahren warb der linksnationale Elsässer bei den Altkonservativen für ein Bündnis von “Lafontaine bis Gauweiler” – das sei wichtiger als Gender Mainstreaming und der Einsatz für die “Transsexuellen in der Mongolei”. […] Nur die Linke und Teile der CSU (”Habe gewisse Sympathien für Stoiber”) verteidigten den “rheinischen Kapitalismus” noch. Ähnliches gelte für die immer stärker US-hörige deutsche Außenpolitik.`

Weiter wird in dem Artikel noch Elsässers Faible für die Querfront thematisiert, für welches er schon im April eine Menge Lob von der NPD bekam:

Bei einer Veranstaltung im Oktober soll Elsässer auf eine Publikumsfrage, ob seine Ansichten nicht eine Querfront mit Nationalisten bedeute, geantwortet haben: Querfront – na und? Nach Elsässers Ansicht werde die NPD heute nur aus Verzweiflung gewählt, weil die Linke keine nationale Politik habe. Und weiter: `Das deutsche Großkapital sei heute eine relativ friedliche Einrichtung, weil es mit Irak und Iran lieber Handel treiben möchte, anstatt Krieg zu führen. Es bremst die Kriegspläne der USA und sollte unterstützt werden`, so Elsässer einem Augenzeugenbericht zufolge.

Schließlich werden auf NPD-BLOG.INFO noch unbestätigte Gerüchte wiedergegeben, bei denen ich jedoch vorsichtig wäre. Schließlich schreiben auch Knut Mellenthin, Rainer Rupp und Jürgen Cain Külbel für die Zeitung; Jürgen Elsässer passt daher eigentlich wunderbar zu dem Blatt. Aber vielleicht geht Jürgen Elsässer sogar für die junge Welt zu weit:

Wie zu hören ist, geht Elsässers Kurs sogar der `Jungen Welt` mittlerweile zu weit. Elsässer gehe wohl Horst Mahlers Weg, so ein Kommentar aus dem JW-Umfeld. Mehrere Artikel Elsässers seien bereits angeblich von der Chefredaktion abgelehnt worden, heißt es.

14th November
2007
written by Tobias Blanken

Im Westen laufen seit dem 3. Oktober neue South Park Folgen. Und niemand hat dies mir gegenüber auch nur mit einem Sterbenswörtchen erwähnt.

Not amused & voller Nachholbedarf,
Tobias

14th November
2007
written by Tobias Blanken

And I like you,
Yeah I like you,
And I like you, I like you, I like you, I like you, I like you, I like you

(Dandy Warhols – Bohemian Like You)

 

Das Weserstadion nach dem Umbau

(Quelle: Bilderstrecke Stadionumbau auf Radio Bremen)

Knapp zwei Monate vor dem Baubeginn wurden gestern die ersten Computeranimationen vom ersten Bauabschnitt des Weserstadions gezeigt. Wie unschwer zu erkennen ist, werden die Flutlichtmasten und das bisherige Dach komplett abgetragen, dafür gibt es einen dritten Rang und ein Dach mit integriertem Flutlicht, welches auch die Zuschauer direkt am Spielfeldrand vor Regen schützt. Die Kapazität des Stadions erhöht sich durch den Ausbau von bisher 42.500 auf rund 50.000; die Begradigung der Kurven wird aufgrund von Kostensteigerungen auf einen zweiten Bauabschnitt verschoben.

Die Umbaukosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro, die komplett von der Stadiongesellschaft über Kredite getragen werden. Staatliche Zuschüsse wird es nicht geben, was aus ordnungspolitischer Sicht unbedingt begrüßenswert ist. Baubeginn soll Anfang Januar sein, spätestens zur Rückrunde 2008/2009 wird das Stadion dann so wie auf der Computeranimation aussehen. Der Stadionname wird im Gegensatz zu mittlerweile fast allen anderen Stadien nicht verkauft, die Finanzierung sei nach Vereinsangaben auch so gesichert, man müsse also kein Tafelsilber verscherbeln.

Da sich die Anwohner mit ihrer Forderung nach einer Kapazitätsgrenze von 50.000 durchgesetzt haben, wird der dritte Rang in den Kurven – auf der Computeranimation deutlich erkennbar – nicht ganz bis ans Dach reichen; diese Lücke wird erst im zweiten Bauabschnitt geschlossen werden, wenn durch die Kurvenbegradigung Plätze wegfallen. Ein weiterer Wermutstropfen sind die vier Dachträger, auf die aufgrund von statischen Problemen leider nicht verzichtet werden kann. Diese sollen aber nach dem zweiten Bauabschnitt wesentlich besser in den Tribünen integriert sein; die Sichtbeschränkung wir dann deutlich geringer sein.

Trotz der zwei Wermutstropfen freu ich mich tierisch auf das neue Stadion. Die Kapazität von 50.000 passt zu einer relativ kleinen Stadt wie Bremen, so kann man sicher sein, dass das Stadion auch gegen unattraktive Gegner nicht halbleer steht. Und 50.000 können schon eine gewaltige Stimmung erzeugen, das neue Dach dürfte die Akustik zudem merklich verbessern. Das absolut Beste ist aber der dritte Rang. Es gibt nicht viele Stadien in Europa, die drei Ränge haben – also stößt Werder auch hier in die europäische Spitze vor; die Infrastruktur folgt also den sportlichen Erfolgen. Und der dritte Rang ist sehr gut gelungen, er hängt sehr weit über den zweiten Rang und ist deutlich steiler als die beiden alten Ränge, besser kann er in meinen Augen gar nicht gebaut werden. Last but not least: Das alte Weserstadion bleibt nach dem Umbau noch deutlich erkennbar. Sollen die ganzen anderen Vereine doch gesichtslose Turnhallen an Autobahnzubringern errichten, Bremen hat dann ein Stadion, was Geschichte und Modernität in einer der besten Möglichkeiten verbindet.

100% Werder, 100% Stadionausbau.