Archive for December 9th, 2007
Am 7. Dezember wurde auf dem Onlineangebot der WELT eine weitere Mutmaßung darüber angestellt, wer Stefan Aust als Chefredakteur des Spiegels ablöst. Aus dem Umfeld der Spiegel-Gesellschafter ist der WELT zufolge bekannt geworden, dass der Job an Claus Kleber geht. Ulrike Simon ist die Autorin des Artikels, der die Überschrift Ein Amerika-Freund an der Spitze des “Spiegel” trägt. Unter anderem steht in dem Artikel der Absatz:
Der promovierte Jurist, der vor seiner Zeit beim „heute journal“ lange Jahre als Auslandskorrespondent in den USA gearbeitet hat, verbrachte seine gesamte mediale Laufbahn als Hörfunk- und schließlich als Fernsehjournalist. Politisches Gespür ist ihm nicht abzusprechen; insbesondere gilt der Sympathieträger als großer Amerika-Anhänger. Einmal, als bei einem Einspielfilm während des „heute-journals“ die amerikanische Nationalhymne erklang, war er vor der Kamera kurz zu sehen, wie er gerührt die Hand aufs Herz gelegt hatte.
Während ich noch angenehm überrascht war – wenn die Erwartungshaltung bei Null liegt, dann sind gute Nachrichten umso angenehmer – fiel mein Blick auf einen der ersten Kommentare. Die deutschen Grundverlogenheit, wie Claus Christian Malzahn es mal in einem lesenswerten Artikel schrieb, hatte mich mit voller Wucht wieder auf den Boden der Tatsachen geholt; bekanntlich leben wir ja in dem Land, in der die Bevölkerung dem Einfluss der Vereinigten Staaten am “kritischsten” gegenübersteht.
Bonjour tristesse:
Hallo Frau Simon, das hört sich verdammt nach Neid an. Einen Kollegen von Anfang an in eine solche Ecke zu stellen, ist übel.
(User “BENNO” auf WELT-ONLINE)