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13th December
2007
written by Tobias Blanken

Malo hic esse primus quam Romae secundus

(Caesar)

Im TAGESSPIEGEL findet sich ein Interview mit Til Schweiger über seine Rückkehr von Amerika nach Deutschland.

Schweiger:

Man kann halt nicht alles haben. Klar werden wir – Dana, die Kinder und ich – hier von Paparazzi deutlich mehr belagert. Besonders am Anfang war es extrem schlimm. Der Vorteil in Amerika war eben, dass man seine Ruhe hatte. Til Schweiger? Nie gehört, bekam man dort als Antwort. Schauspieler? Schauspieler ist hier jeder!

Glücklich das Land, in dem niemand Til Schweiger kennt. Goethe ist nun schon mehr als 200 Jahre tot, aber sein Amerika, du hast es besser ist aktueller denn je. Direkt nach dem Statement folgt Schweigers Erklärung, warum er trotz der Ruhe vor den Paparazzi nach Deutschland zurückgekommen ist:

Nein, im Moment kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Man war zwar dort weitab vom Schuss – ein Riesenvorteil. Das Wetter – ebenfalls ein Riesenvorteil. Aber ansonsten? Man trifft nur Menschen, die überlegen, wer ihnen nützen kann. Das vermisse ich absolut nicht! Außerdem genieße ich, dass ich in Deutschland meine Filme so umsetzen kann, wie ich es will. In Amerika würde man mir ständig reinreden.

Mr. “Til Schweiger? Nie gehört, bekam man dort als Antwort” ist also zurück nach Deutschland gekehrt, weil er in Amerika seine Filme nicht so umsetzen kann, wie hier – und, natürlich, alle Amis sind egoistische Materialisten, schon klar. Wahnsinn, dieser grundverlogene Narzissmus: Kein Arsch interessiert für einen, man kriegt bestenfalls Nebenrollen in B-Movies, aber man geht natürlich aus ganz anderen Gründen zurück in die Provinz.