Archive for December, 2007
and here’s the last five – it’s educational – it’s educational – it’s educational – it’s educational – it’s educational.
(Pixies – U-Mass)
In der taz packt ein Idealist aus:
35 Jahre lang war Wolfgang Schenk Hauptschullehrer in Berlin. In dieser Zeit ist aus dem linken Idealisten ein erbitterter Kritiker der Schulpolitik geworden.
und auf Spirit of Entebbe wird Klein-Adnans Hausaufgabenheft wiedergegeben:
MATHEMATIK
Auf der Konferenz von Paris haben die 90 Geberländer der Palästinensischen Autonomiebehörde bis 2010 7,4 Milliarden Dollar zugesagt. Eine Patrone für eine MP kostet etwa 35 Cent. Wie lange kann die Intifada weitergehen, wenn Hamas, Islamischer Djihad und Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden jeden Tag etwa 800 Patronen verbrauchen, Geballer bei Hochzeiten nicht eingerechnet?
ENGLISCH
Nachdem wir sechs Jahre lang den Satz „We are suffering!“ geübt haben, arbeiten wir nun an der korrekten Aussprache des P. Zum Ende der Oberstufe solltest du in der Lage sein, Palestine statt Balestine zu sagen.
Den kompletten Beitrag Büffeln für Balestine gibt es hier.
Indem Arafat im Frieden Krieg führt, zwingt er auch Israel im Frieden zum Krieg, berechtigt er die Juden zu ihren Vergeltungsangriffen auf palästinensische Lager. Mit Absicht. Versucht er doch, mit den verständlichen Gegenangriffen der Juden seinen Terror nachträglich zu rechtfertigen. Damit bekommen die Terrorakte noch einen weiteren Aspekt, jenen nämlich, die ideologisch geforderte Unmöglichkeit eines Friedens zwischen Arabern und Juden zu demonstrieren. Was der Krieg im Großen tut, vollbringt der Terror im Kleinen: Er manipuliert die Wirklichkeit, damit sie so sei, wie nicht das Existenzielle beweist, sondern das Ideologische behauptet. Die Terroristen manipulieren die Wirklichkeit, von der sie behaupten, daß sie manipuliert sei (daher die arabischen Demarchen gegen die Schweizer Presse, analog den Nazi-Demarchen gegen diese). Der Terror dient Arafat dazu, vor der Weltöffentlichkeit recht zu bekommen, die wiederum wünscht, daß Arafat recht habe, um endlich von ihrem schlechten Gewissen den Juden gegenüber befreit zu werden; vor der Uno hat Arafat schon recht bekommen, nächstens wird die Meinhof dort sprechen.
Aus: Friedrich Dürrenmatt, Zusammenhänge. Essay über Israel. Eine Konzeption. Zürich 1976, S. 165 und 166.
Fernglas (Deutsch)
Substantiv, n
Silbentrennung: Fern·glas, Plural: Fern·glä·ser
Bedeutungen:
[1] optisches Gerät
Synonyme:
Feldstecher
Beispiele:
[1] Mein Nachbar steht immer mit den Fernglas am Fenster und beobachtet die anderen Anwohner.

Es ist zugegebenermaßen etwas peinlich, aber was solls:
Den obigen Hinweis kennt jeder. Als ich mir meine ersten CDs gekauft habe (Guns N’ Roses /Ugly Kid Joe etc, ebenfalls peinlich) habe ich über den Aufkleber nicht nachgedacht. Er war halt auf den CDs. Ich kam auch nicht auf die Idee, den Text ins Deutsche zu übersetzen. Also nahm ich unbewusst an, dass es sich bei dem Aufkleber um Werbung vom Label handeln würde. Etwas später habe ich dann den Text gerallt, hielt es aber noch immer für Werbung. Nach dem Motto: Die Musik hier ist nur für wirklich harte Kerle, nicht für Muttersöhnchen. Ich habe es als eine Art Qualitätssiegel wahrgenommen – bitter, aber leider wahr. Erst später kam ich dann darauf, dass es sich um einen Warnhinweis handelt (da hatte ich CDs von Biohazard im Schrank – kannte mich also mit Warnhinweisen aus).
Womit ich mich aber trösten kann (und meine Peinlichkeit etwas relativiere): So wie mir muss es Abermillionen von Jugendlichen in Europa gegangen sein. Sonst hätten die Plattenlabels nicht den Hinweis auf die CDs gedruckt, die sie in Europa verkaufen. Später haben sich dann Freunde den Warnhinweis als Poster oder T-Shirt gekauft.
Der Warnhinweis ist (aus Sicht derer, die ihn erwirkt haben) voll nach hinten losgegangen. Stellt sich natürlich die Frage, wer das Eigentor geschossen hat. Vielleicht fundamentale Christen in den USA? Doch schon, irgendwie haben auch sie damit zu tun. Aber nicht allein. Immerhin wird der Hinweis drüben als “Tipper-Sticker” verballhornt. Na, eine Idee, welcher/ welche Weltverbesserin hier zugeschlagen hat, um die eigene Tochter vor fiesen Prince Texten zu schützen?
Tipper Gore wars, die Ehefrau von Al “Man-Bear-Pig” Gore. Nachzulesen in einem ZEIT Artikel, der anlässlich des 22. Geburtstages (Volljährigkeit!) des Aufklebers erschien.
Malo hic esse primus quam Romae secundus
(Caesar)
Im TAGESSPIEGEL findet sich ein Interview mit Til Schweiger über seine Rückkehr von Amerika nach Deutschland.
Schweiger:
Man kann halt nicht alles haben. Klar werden wir – Dana, die Kinder und ich – hier von Paparazzi deutlich mehr belagert. Besonders am Anfang war es extrem schlimm. Der Vorteil in Amerika war eben, dass man seine Ruhe hatte. Til Schweiger? Nie gehört, bekam man dort als Antwort. Schauspieler? Schauspieler ist hier jeder!
Glücklich das Land, in dem niemand Til Schweiger kennt. Goethe ist nun schon mehr als 200 Jahre tot, aber sein Amerika, du hast es besser ist aktueller denn je. Direkt nach dem Statement folgt Schweigers Erklärung, warum er trotz der Ruhe vor den Paparazzi nach Deutschland zurückgekommen ist:
Nein, im Moment kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Man war zwar dort weitab vom Schuss – ein Riesenvorteil. Das Wetter – ebenfalls ein Riesenvorteil. Aber ansonsten? Man trifft nur Menschen, die überlegen, wer ihnen nützen kann. Das vermisse ich absolut nicht! Außerdem genieße ich, dass ich in Deutschland meine Filme so umsetzen kann, wie ich es will. In Amerika würde man mir ständig reinreden.
Mr. “Til Schweiger? Nie gehört, bekam man dort als Antwort” ist also zurück nach Deutschland gekehrt, weil er in Amerika seine Filme nicht so umsetzen kann, wie hier – und, natürlich, alle Amis sind egoistische Materialisten, schon klar. Wahnsinn, dieser grundverlogene Narzissmus: Kein Arsch interessiert für einen, man kriegt bestenfalls Nebenrollen in B-Movies, aber man geht natürlich aus ganz anderen Gründen zurück in die Provinz.
Die alte Liebe zwischen den deutschen Freunden der Islamisten und dem iranischen Regime rostet nicht,
[...] Völlig neu sind Bemühungen der NPD um Zusammenarbeit mit Islamisten allerdings nicht, mit denen sie weltanschaulich vor allem durch den Antisemitismus verbunden sind. Schon im Oktober 2002 hatte Voigt gemeinsam mit Horst Mahler eine Veranstaltung der Hizb ut-Tahrir in Berlin besucht. Zur sogenannten “Holocaust-Konferenz”, die im Dezember 2006 in Teheran stattfand, hatten die Veranstalter auch die NPD eingeladen; die Partei zeigte sich zwar interessiert, schreckte aber vor unliebsamen Folgen zurück. Die NPD-Leute hätten wohl ihre Reisepässe abgeben müssen, wie der frühere NPD-Vorsitzende Günter Deckert und Horst Mahler: damit wurde von den deutschen Behörden die Anreise der beiden nach Teheran verhindert. Es blieb von Seiten der NPD bei der Teilnahme eines Kölner NPD-Funktionärs.
sondern sie macht blind:
Bei einem schweren Fehltritt haben sich NPD-Chef Udo Voigt und sein Stellvertreter Sascha Roßmüller vor laufender Kamera erwischen lassen. Gegenüber vermeintlich freundschaftlich verbundenen iranischen Journalisten machten die beiden aus ihrem Herzen keine Mördergrube: Voigt leugnete den Massenmord an den europäischen Juden, Roßmüller träumte von iranischen Geldströmen für die NPD. Auszüge der Interviews, die für Voigt strafrechtliche Folgen haben könnten, wurden gestern im TV-Polit-Magazin Report Mainz gesendet.
Den kompletten Artikel NPD-Chef macht sich an Ahmadinedschihad heran findet man auf dem Informationsdienst gegen Rechtsextremismus redok, den Beitrag vom Report Mainz kann man sich hier als Video anschauen; das Manuskript des Beitrags vom Report Mainz ist hier hinterlegt.
Etliche Kommentatoren haben sich in den vergangenen Tagen darüber ausgelassen, was in dem Geheimdienstbericht National Intelligence Estimate (NIE) steht. William Kristol hat sich dagegen im Weekly Standard damit beschäftigt, was nicht in dem Bericht steht:
What highly significant word is nowhere to be found in the declassified summary of the National Intelligence Estimate (NIE) on Iran’s nuclear intentions and capabilities? Iraq.
When did Iran (apparently) stop its nuclear weapons program–as distinct from its “civil” program of uranium enrichment, which of course is proceeding apace? In the fall of 2003. [...]
Why did Iran stop its nuclear weapons program? [...]
Much as the U.S. intelligence community, the IAEA, and the EU might prefer to forget it, we did overthrow Saddam Hussein in April 2003. As Rosett puts it, that “was the year in which Saddam Hussein became Exhibit A of the post-Sept.-11 era for what could happen to terror-linked tyrants who ignored America’s demands that they abjure weapons of mass murder.”
Did anyone notice? Muammar Qaddafi did. Libya, in late 2003, gave up its nuclear weapons program (which was, incidentally, more advanced than the IAEA believed) and invited U.S. experts in to dismantle it.
Perhaps Iran’s mullahs also noticed. Perhaps they noticed, too, a large U.S.-led military force just across their border.
In eine ähnliche Kerbe schlägt Christopher Hitchens in seiner Kolumne „Fighting Words“, welche regelmäßig im Slate Magazine erscheint. Der aktuelle Beitrag (Abolish the CIA) wurde von Alan Posener heute auf der DIE WELT ins Deutsche übersetzt. Ähnlich William Kristol sieht auch Hitchens das (angebliche) Anhalten des iranischen Atomprogramms als einen Erfolg des Irakkrieges an; in seinen Schlussfolgerungen geht er aber noch deutlich weiter:
Dass George W. Bush vom Geheimdienstbericht über die nuklearen Ambitionen des Iran nur wenige Tage vor uns Normalsterblichen erfuhr, erscheint auf geradezu groteske Art unglaublich. Sein unglücklicher Gesichtsausdruck legt aber den Gedanken nahe, dass er vielleicht die Wahrheit gesagt hat. Denn wenn seine Regierung seit längerem gewusst hätte, dass die Mullahs im Jahre 2003 bei ihrem Atomprogramm auf den Halteknopf gedrückt haben, hätte sie etwas behaupten können, was überdies vermutlich wahr ist: dass nämlich der Sturz Saddam Husseins die Iraner ähnlich beeindruckt hat, wie es die Libyer beeindruckt hat, so dass sie zumindest darüber nachgedacht haben, ob sie weiterhin den Vertrag über die Nichtweitergabe von Atomwaffen mit Füßen treten wollen.
Die Folgen des Versuchs der Geheimdienste, Politik zu machen (und eben nicht die Politik zu informieren, wie es ihre Aufgabe wäre) sieht Hitchens als desaströs an:
Warum haben also unsere Nachrichtendienste den verlogenen iranischen Theokraten einen Persilschein ausgestellt, womit sie gleichzeitig – und mit kaum verhüllter Schadenfreude – den Präsidenten öffentlich bloßgestellt und seine Außenpolitik hintertrieben haben? Denn es wird ja nicht der immer nur hypothetisch anvisierte Militärschlag gegen den Iran durch den Bericht unmöglich gemacht, sondern jeder konzertierte diplomatische und wirtschaftliche Druck auf das Regime. Der Versuch, im Sicherheitsrat die notwendigen Stimmen für schärfere Sanktionen zu bekommen, der kurz vor dem Erfolg stand, ist nun klinisch tot. Tolle Arbeit, Jungs. Wie heißt es doch? Ihr schützt uns, während wir schlafen?
Als Konsequenz fordert Hitchens, dass man den CIA doch bitte abschaffen sollte, da sich schon in der Vergangenheit viele Informationen als fehlerhaft oder schlichtweg falsch herausgestellt haben:
Nach jener grotesken Vorhersage, die Sowjetunion werde weiterhin blühen und gedeihen, schlug der inzwischen verstorbene Senator Patrick Moynihan vor, die CIA abzuschaffen. Es wird Zeit, seinen Vorschlag wieder aufzugreifen. Das System ist nicht bloß nutzlos – es ist eine Gefahr für die Allgemeinheit. Wir müssen den ganzen Laden zumachen und von vorn anfangen.
Damals hielt es sich um ein Irrtum zu unseren Gunsten – der CIA lag voll daneben, der Ostblock ist entgegen den Vorhersagen zusammengebrochen. Wenn die Geheimdienste diesmal – mal wieder! – falsch liegen, dann wäre es nicht ein Irrtum zu unseren Gunsten, sondern das komplette Gegenteil: Mullahs mit Atomwaffen. Willkommen im 21. Jahrhundert.
Hitchens Artikel Schafft die CIA endlich ab! findet man hier.
Shining City proudly presents: Public Enemy No. 1

Zusammen mit Politikerinnen der Grünen im Bundestag stellten gestern Vertreter des Lettevereins in Schöneberg und Schüler der Einrichtung öffentlichen Rechts einen Antrag an den Bundestag vor, der die Maße von Models in Zukunft regeln soll. Darin fordern die Grünen beispielsweise die Bundesregierung auf, sich für eine Selbstverpflichtung der Unternehmen und Agenturen einzusetzen, keine Verträge mit untergewichtigen Models abzuschließen beziehungsweise diese nicht in ihre Kartei aufzunehmen.
(DER TAGESSPIEGEL. References: B.L.O.G. via Zeitrafferin)
Als in Spanien das staatlich bestimmte (und per Gesetz exekutierte) Schönheitsideal eingeführt wurde, habe ich meinen BMI ausgerechnet. Ich dürfte dort tatsächlich noch als Model arbeiten – vorausgesetzt, ich würde nicht 4 Kilo abnehmen, dann wäre ich nämlich ebenfalls eine Gefahr für die Volksgesundheit.
Da probiert man den vorherigen Post bei Google aus und dann findet man sowas:
Mr. Weltner thinks it was the Zionists who sank the Titanic because Iceberg sounds like a Jewish name.
(Google)
Die Ausgangsvoraussetzung:
Here’s an experiment: Pick any event in history and type it into Google. Next, type the word “Zionists” and hit the search button.
Yes, you’ll find at lease ten web pages that prove the Zionists are behind everything. Now, I know that we’re “responsible” for the War on Terror, War in Iraq, and both World Wars…but I’m always surprised to learn that we’re also responsible for the destruction of the Space Shuttle Columbia, Pokemon, and Hurricane Katrina.
Die Schlussfolgerung mitsamt praktischer Lebenshilfe:
I feel sort of sorry for these conspiracy theorists. Their so obsessed with exposing “the truth” that they never take time to enjoy the finer things in life.
So, as a public service, I’ve created the Official Judeosphere Zionist-Conspiracy-O-Matic (TM). It’s simple, just follow this flow chart and mix-and-match items from actual conspiracy theories. It allows for dozens of variations, and it’s an incredible time-saver!
Zu dem Official Judeosphere Zionist-Conspiracy-O-Matic (TM) geht es hier.
(via Wind in the Wires)

