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16th January
2008
written by Tobias Blanken

Im Die ZEIT Blog planet in progress berichtet Jochen Bittner von dem Bundeswehrgutachten Auslandseinsätze der Bundeswehr, welches von von sieben der ranghöchsten ehemaligen Generale der Truppe verfasst wurde. Das Gutachten fällt desaströs aus; in Bittners Worten:

Was das 55-seitige Papier in aller Kälte des Militärjargons festhält, fügt sich zu einem niederschmetterndes Bild von der Handlungsfähigkeit der deutschen Streitkräfte zusammen.

Am schwersten betroffen sind ausgerechnet die Streitkräfte, die eigentlich unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen sollten:

Selbst wenn Fragen von Leben und Tod betroffen sind, kann es mitunter Jahre dauern, bis Entscheidungen durch die Bürokratie sickern. Der Bericht schildert etwa, wie lange es dauerte, bis Störsender für Bundeswehrkonvois in Afghanistan ankamen. Mit diesen „Jammern“ lässt sich verhindern, dass Terroristen per Mobilfunk Sprengfallen am Straßenrand auslösen – eine Methode, die immer beliebter wird. Die entsprechende Anforderung, hält der Bericht fest, sei bereits 2003 in den „Auswerteprozess eingesteuert“ worden. „Trotz ihrer Dringlichkeit“ sei sie „bis in das Jahr 2006 noch nicht erfüllt“ worden. Die Bundeswehrsoldaten fuhren also geschlagene drei Jahre lang ohne einen einfachen, aber wirkungsvollen elektronischen Schutzschirm am Hindukusch herum.

Das Weblog Sicherheitspolitik berichtet derweil über den problematischen Zustand der Polizei in Afghanistan, für den Deutschland die Hauptverantwortung trägt. Ausgerechnet das Land, welches ständig ungebetene Ratschläge (natürlich “unter Freunden”) an die Amerikaner vergibt, wie sie ihren Krieg führen sollen, versagt auf ganzer Linie. Wenn man dann noch liest, dass die Bundeswehr einen Kampfverband nach Afghanistan schicken will, dann wird einem angst und bange zumute – hoffentlich sind amerikanische Verbände zumindest soweit in der Nähe, dass sie im Notfall durch ihren Eingriff die Sicherheit der deutschen Truppen sicherstellen können.

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