Archive for February 8th, 2008
Ohne dass wir das deutsche Volk vom Faschismus freisprechen – denn die Leute haben ja nicht gewusst, was in den KZs vor sich ging – können wir es nicht für unseren revolutionären Kampf mobilisieren.
(Holger Apfel, NPD-Vorsitzender Ulrike Meinhof)
DIE WELT rezensiert eine neue Studie von Bernward Dörner:
Dem deutschen Volk waren die bestialischen Verbrechen der Nazi-Diktatur durchaus bekannt. Das vorgegebene Nichtwissen war vor allem Verdrängung. Das zeigt Bernward Dörner in einer neuen Studie. Dafür hat er die Aussagen von Menschen analysiert, die vom Regime vor Gericht gestellt wurden.
Mehr unter: Wie die Deutschen den Holocaust verdrängten. Im Weekly Standard publiziert Joseph Loconte, Editor von The End of Illusions: Religious Leaders Confront Hitler’s Gathering Storm, angesichts des 75. Jubiläums der Machtergreifung durch die Nazis einen Artikel (The Decade of Appeasement), der sich u.a. mit den heutigen Formen des Verdrängens von erschreckenden Parallelen beschäftigt:
Similar equivocations were served up to explain Nazi anti-Semitism. In 1933, shortly after Hitler became chancellor, the leader of the Federal Council of Churches (the forerunner of the National Council of Churches) urged a “less superficial appraisal” of the National Socialist Party–a shot at those who took offence at its anti-Jewish policies. Hitler’s racist ideology drew criticism, but usually was dismissed as “bluster.” Few bothered to read Mein Kampf, where his hatreds were laid bare. Even Hitler’s ominous Reichstag address, in which he warned of “the annihilation of the Jewish race in Europe,” got little attention in the Western press.
And thus we return to the Iranian president. As Hitler justified rearmament to combat the “Zionist Marxist” menace of communism, Ahmadinejad links Iran’s nuclear ambitions to “the filthy Zionist entity.” As Hitler blamed the Jews for stirring up American and British contempt for his regime, Ahmadinejad calls Israel an agent of Western sanctions against Iran. In early 2006 he announced his intension to enrich uranium, in violation of the Nuclear Non-Proliferation Treaty. Shortly after that pledge came this dark prediction: “Like it or not, the Zionist regime is heading toward annihilation. The Zionist regime is a rotten, dried tree that will be eliminated by one storm.” Elsewhere Ahmadinejad has spoken of the need to “wipe Israel off the map.”
In dem sehr guten US-Wahlkampfblog Pennsylvania Ave schlüsselt Florian Heinhold das Kosten (Dollar) / Nutzen (Delegiertenstimmen) Verhältnis im Vorwahlkampf der USA auf:
Geld ist Macht, Amerika eine Plutokratie – schon für die Nationalsozialisten war ein Lieblingsthema, was heute vor allem Europas Gutmenschentum umtreibt.
Zeit für eine Zwischenbilanz: Geld regiert nicht die Welt – oder zumindest nicht die Vereinigten Staaten.
Interessant: Der Return on Investment, den die einzelnen Kampagnen in Form von Delegierten für ihre Ausgaben erwirtschaftet haben, fällt extrem unterschiedlich aus.
Zum Beitrag mit anschaulicher Grafik geht es hier.
Erinnert stark an die Abrechnungen am Ende einer Bundesligasaison (schießt Geld Tore? etc.), bei der die Spielergehälter/ Transferausgaben in Relation zum Tabellenplatz gesetzt werden. Selbstverständlich schließt Werder Bremen dort immer überdurchschnittlich ab, führt also im Kosten/ Nutzen Verhältnis deutlich vor den anderen Spitzenvereinen. Geld allein macht noch keine Meisterschaft (gell, Schalke), Bayern München hat derzeit 80 Millionen Euro für gerade mal 3 Punkte Vorsprung vor Bremen ausgegeben.
Hannes Stein weist auf ein Streitgespräch zwischen Götz Aly und Katharina Rutschky über die 68′er in der taz mit folgenden Worten hin:
Welcher Recht hat, weiß ich nicht… doch es will mich schier bedünken, dass Götz Aly in dieser Diskussion nach Punkten siegt. Erstens weiß er mehr. Zweiten gefällt mir seine Art, sich selbst gegenüber ausgesprochen ungemütlich zu sein. Drittens verdanken wir Götz Aly den Ausdruck “Krawallschwaben”. Wenn ich eine bescheidene Bitte äußern darf, soll dieser soziologische terminus technicus sofort im Duden Aufnahme finden.