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29th February
2008
written by Tobias Blanken

Aus dem ZEIT-Artikel Hisbollahs Zweifrontenkrieg von Wiebke Eden-Fleig:

Deutschland gibt nach 17 Monaten das Kommando über den internationalen Marineverband der Unifil vor der libanesischen Küste an Italien ab. Trotz des UN-Einsatzes konnte die radikalislamische Hisbollah massiv aufrüsten.

Doch Hisbollah trotzt, mit Hilfe ihrer Verbündeten aus Teheran und Damaskus, den UN-Bemühungen erfolgreich. Sie verfügt nach wie vor über einen fast unbehinderten Waffennachschub. Sowohl die Libanesen als auch die Vereinten Nationen kennen den Grund genau. So hieß es in einem 2007 veröffentlichten UN-Bericht, die Grenzsicherung zu Syrien sei nicht ausreichend, um Waffenschmuggel im nennenswerten Ausmaß zu verhindern.

Am ersten Jahrestag des Kriegsendes sagte Hisbollah Führer Sayyid Hassan Nasrallah stolz, seine Miliz verfüge inzwischen wieder über die gleiche militärische Stärke wie vor dem Krieg.

Dabei sind die im Süden des Landes stationierten internationalen Truppen ebenso wenig ein Problem, wie die UN-Marineeinheiten vor der Küste. Hisbollah hat problemlos ihre militärischen Stützpunkte aus dem Einsatzgebiet der Unifil im Südlibanon in Gegenden nördlich des Litani-Flusses und in die Bekaa-Ebene verlegt, wo die libanesischen Streitkräfte sie offenbar unbehelligt lassen.