5th March
2008
Eigentlich ist an dem Artikel nichts auszusetzen. Der Inhalt ist stimmig; das Fazit – McCain profitiert letztendlich von dem erbitterten Streit um die Wahl des demokratischen Präsidentschaftskandidaten – liest man auch gerne. Aber die Überschrift schlägt unterhalb der Gürtellinie zu.
Mit Verlaub, die Claudia Roth der Demokraten ist His Hopeness, Barack Obama, der Großfürst der triefenden Emphase, das ist doch wohl klar.
Natürlich ist Obama der Großfürst der triefenden Emphase.
Aber: Man kann wirklich feste zuschlagen, ohne die menschliche Würde des Gegenübers zu verletzen. Es heißt zwar: “In der Liebe und im Wahlkampf ist alles erlaubt”, aber es gibt dennoch ein paar Regeln, die man beachten sollte. Damit es nicht in eine Schlammschlacht ausartet.
Daher sollte man sich auch bei Vergleichen immer noch in einen akzeptablen Rahmen bewegen. Deshalb halte ich auch deinen Vergleich für unangebracht. Immer feste auf Obama einprügeln, aber bitte mit Anstand und Maß.