Archive for March 18th, 2008

18th March
2008
written by Tobias Blanken

Werder-Online hat folgendes vermeldet:

Willi Lemke ist am späten Dienstagnachmittag, 18.03.2008, von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum UN-Sonderberater für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden berufen worden. Werders Vorsitzender des Aufsichtsrates freute sich über die Ernennung: „Ich bin sehr glücklich. Das ist eine unglaubliche Anerkennung.“

Und ich freu mich mit ihm. Willy Lemke hat in den 80′er und 90′er Jahren enorm viel für den SV Werder Bremen und den Fußball geleistet. Das Verdienst wird auch nicht dadurch geschmälert, dass er mittlerweile im Verein zu den stockkonservativen Traditionalisten gehört. Auch dass er mir in der Doublesaison 2003/04 durch seine überharten Attacken gegen Bayern München unangenehm aufgefallen ist geht mittlerweile in Ordnung. Der Mann hat halt seine Verdienste – der Kaiser darf schließlich auch allen möglichen Schmarrn verzapfen.

Er hat die Ernennung zum UN-Sonderberater für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden schlichtweg verdient. Den Posten halte ich zudem für äußerst sinnvoll: Der Sport kann zur Entspannung beitragen. Es sind kleine Beiträge, aber sie zählen: Ob Werder Bremen Fußballausrüstung nach Afghanistan verschickt oder ob der DFB und Personen wie Holger Obermann sich vor Ort engagieren – jeder Beitrag ist auch immer ein Beitrag zum Aufbau einer zivilen Gesellschaft. Ich für meinen Teil möchte jedenfalls nicht mehr davon hören, dass in dem Fußballstadion in Kabul Hinrichtungen stattfinden.

Die UN kann hier wirklich noch viel erreichen – im Gegensatz zu den Politikfeldern, bei denen sie schlichtweg überfordert ist. Oder wo gar der Bock zum Gärtner gemacht wird. Daher: Schuster, bleib bei deinem Leisten. Fördere den Sport. Fördere den Fußball – mit Willy Lemke gibt es ja jetzt auch den richtigen Sonderbeauftragten – aber lass die Finger von der Sicherung des Weltfriedens. Und der Demokratieförderung. Und den Menschenrechten. Mit Sicherheitsratsmitgliedern wie China und Russland wird das eh nichts mehr. Vom UN-Menschenrechtsrat ganz zu schweigen.

18th March
2008
written by Tobias Blanken

Mr. Weltner thinks it was the Zionists who sank the Titanic because Iceberg sounds like a Jewish name.

(Quelle)

Auf Politblog.net kann man das neuste Kapitel der Mutter aller Verschwörungstheorien bewundern. Neben einem hohen Maß an Imagination ist dem Autor eines sicher nicht abzusprechen: Ausdauer.

Normale Leute sind irgendwann gelangweilt, wenn sich der Plot wiederholt. Und wenn man die Story in verschiedensten Variationen schon tausendmal gehört hat. Gerade dann, wenn eben diese Story vor nicht mal 7 Jahrzehnten von Staats wegen überall verbreitet wurde. Nicht so dieser Blogautor. Allen Wiederholungen seit Wilhelm Marr zum Trotz verlegt er den klassischen Plot – es gibt ein Ereignis, hinter dem Ereignis steht eine Verschwörung, hinter der Verschwörung stehen wiederum die Juden – ins heutige New York.

Hier eine kurze Leseprobe aus der x-ten Version mit dem lyrischen Titel “Spitzer tappt in Venusfalle”:

Jedenfalls scheint es plausibel, dass der Prostitutionsring, bei dem Spitzer verkehrte, eine Operation des Mossad ist. Der Hauptdrahtzieher Mark Brener hat nicht nur einen, sondern gleich zwei israelische Pässe.
Interessant wäre, ob neben Spitzer noch andere Spitzenpolitiker der Ostküste im Fadenkreuz der potenziellen Erpresser waren. Hier könnten die schon eine Weile laufenden Ermittlungen weitere Erkenntnisse bringen.

Neben dem allgemein bei allen einflussreichen und/oder reichen Personen gültigen Motiv könnte Spitzer das Ziel israelischer Erpressung geworden sein, weil er seinerzeit gegen die Holocaust-Industrie vorgegangen ist. Er war in seiner damaligen Funktion als Oberstaatsanwalt von New York einer der Hauptermittler gegen die Betrüger in der Chefetage des World Jewish Congress. Und mit Opher Hirschsohn war der Sohn des damaligen israelischen Finanzministers ebenfalls eine der Figuren jener Holocaust-Industrie. Eventuell wollten hochrangige Israelis also vorsorgen, falls Spitzer auf die Idee kommen sollte, weitere Schritte gegen deren Einnahmequelle zu unternehmen.