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23rd September
2008
written by Tobias Blanken

Vielfalt, die sich nicht zur Einheit ordnet, ist Verwirrung. Einheit, die sich nicht in Vielfalt gliedert, ist Tyrannei.

(Blaise Pascal)

In den letzten Tagen sind in der liberalen Blogosphäre viele Artikel rund um den Anti-Islamisierungs-Kongress erschienen. Etwa hier, hier und hier. Selbst die Antideutschen lassen es sich nicht nehmen und nehmen die linksextremen Gegendemonstranten aufs Korn. Etwa hier, hier und hier. Allesamt lesenswert; man schießt nach links, rechts und ins islamistische Milieu.

Natürlich macht auch die Achse beim Spektakel mit (naja, in die Rechte schießt man dort nicht). Macht halt richtig Spaß, wenn man der “Kölner-Antifa” gemeinsam verbal ans Bein pissen kann. Soweit, so gut. Und auch richtig, denn die meisten Argumente gegen die Kölner Antifa treffen ins Schwarze. Trotzdem bleibt ein sehr fader Nachgeschmack zurück. Die letzte Antifa-Sau, die durch das liberale Klein-Blogdorf getrieben wurde, war die Antifa-Debatte.

Und dort hat Michael Holmes dafür mächtig Prügel kassiert, dass er die Antifa als linksextrem, demokratiefeindlich und gewalttätig beschrieben hat. Ja, wie kann man denn nur die Antifa kritisieren! Auf der Achse hat man seinen Text u.a. mit der Begründung gelöscht, dass sie “diesen Text grundsätzlich nicht sehr passend für achgut.de [fanden]. 99 Prozent unserer Leser kennen weder die “Antifa” noch die Zitierten.” Er war also so redundant, dass man auch auf die Freedom of Speech scheißen könnte.

Naja, das ist wohl der Schnee von gestern. Heute ist das Außenseitertum in der Mitte der Gesellschaft der Blogosphäre angekommen. Der Early Adopter hat sich derweil verzogen und schreibt woanders. Und zwar hier. Unbedingt lesenswert.

3 Comments

  1. [...] City » Vollkonform in die Redundanzfalle Tobi, lass den Leuten ‘n bisschen Zeit: Shining City » Vollkonform in die Redundanzfalle. Dieser Eintrag wurde von Daniel Fallenstein am Di, 23. Sep 2008 um 20:03 geschrieben, abgelegt [...]

  2. [...] die Beschreibung trifft ja gar nicht auf mich zu… Am besten man lässt diesen seltsamen “Anti-Deutschen” Haufen links liegen und beschäftigt sich mit wirklich relevanten Themen und [...]

  3. cyhyryiys
    01/10/2008

    Yo, das Spektakel mehr oder minder im TV mitbekommen. Bei allem Zuspruch meinerseits, solchen EX-NPD Fuzis von Pro Köln/NRW entgegenzutreten, so verstehe ich es nicht, wie man dann doch tatsächlich sich mit den Herren von der gerne selbst nach rechts offenen DITTIB (vgl. http://blog.zeit.de/joerglau/2007/09/26/ulkuculuk-oder-wer-bei-ditib-so-alles-willkommen-ist_786) solidarisieren kann.

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