20th January
2009
Deutlich fundierter als Glucksmann und Dershowitz beleuchtet Michael Walzer die Verwendung und den völkerrechtlichen Hintergrund der Verhältnismäßigkeit:
Let’s talk about proportionality–or, more important, about its negative form. “Disproportionate” is the favorite critical term in current discussions of the morality of war. But most of the people who use it don’t know what it means in international law or in just war theory. Curiously, they don’t realize that it has been used far more often to justify than to criticize what we might think of as excessive violence. It is a dangerous idea.
Michael Walzer: On Proportionality.
Was genau meinst du mit “deutlich fundierter” als etwa Dershowitz?
Mit deutlich fundierter meinte ich, dass man bei Lesen sofort merkt, dass Walzer sich seit Just and Unjust Wars ständig mit der Frage auseinandergesetzt hat, unter welchen Bedingungen ein Krieg gerechtfertigt ist. Und wie man den Krieg führen muss, damit er gerechtfertigt bleibt. Und, in diesem Fall besonders wichtig: Welche Maßstäbe man idealerweise anlegen sollte. Und welche eben nicht. Und darunter fällt bei Walzer der Maßstab der Verhältnismäßigkeit.
Ok, danke für die Erläuterung!
Hier in Hamburg sagt man ja: Dafür nicht!