Archive for April 28th, 2009
Eine etwas älterer Beitrag der heute-Nachrichten über den Boykott der UN-Anti(?)-Rassismus-Konferenz:
Zu Beginn der Konferenz war der Boykott Deutschlands und der USA scharf kritisiert worden. “Ich bedauere zutiefst, dass einige sich entschlossen haben, beiseite zu treten”, sagte Ban in seiner Eröffnungsansprache. “Wir träumen davon, in eine neue Richtung zu gehen, jedoch bleiben zu viele von uns in der Vergangenheit verstrickt.”
Russland verurteilte den Boykott. Offenbar seien nicht alle Regierungen bereit, sich den wachsenden Herausforderungen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung zu stellen, sagte der russische Vize-Außenminister Alexander Jakowenko der Regierungszeitung “Rossijskaja Gaseta”.
Und ein neuer Beitrag auf DIE ZEIT über das brutale Schicksal der Wanderarbeiter in Russland:
An der Stirnwand des Stiftungsbüros hängt ein Plakat mit Fotos von spurlos verschwundenen Migranten. Da erscheint es schon als Glück, wenn einer im »Affenkäfig«, wie die Zelle auf den Polizeistationen genannt wird, wieder auftaucht. Denn immerhin lebt er noch. Es ist nahezu alltäglich, dass Migranten aus rassistischen Motiven ermordet werden. Auch innerhalb der Gastarbeiterclans, die ihre Territorien auf den Märkten der Stadt notfalls mit Gewalt verteidigen, ist der Blutzoll hoch. Hinzu kommen zahlreiche Arbeitsunfälle. Allein ins zentralasiatische Tadschikistan kehren jährlich 2000 Arbeitsmigranten im Sarg zurück.