Archive for July, 2009

31st July
2009
written by Tobias Blanken
31st July
2009
written by Tobias Blanken

Certainly we have no desire or ability to intrude massive forces into Iran or any other country to determine the outcome of domestic political issues. This is something that we have no intention of ever doing in another country. We’ve tried this once in Vietnam. It didn’t work, as you well know.

(Barack Obama Jimmy Carter)

30th July
2009
written by Tobias Blanken

Im August-Newsletter der Amadeu Antonio Stiftung mit aktuellen Mitteilungen aus der Stiftung, vom Opferfonds CURA und den Internetportalen www.mut-gegen-rechte-gewalt.de und www.netz-gegen-nazis.de findet Anetta Kahane deutliche Worte zum Fall Felicia Langer:

Die Grünen haben aber auch Bürgermeister, natürlich im Westen, so wie in der Stadt Tübingen. Dort gab es einen anderen Fall von Gefühllosigkeit, der freilich kein Menschenleben kostete, aber mit einem totalitären Anspruch auf Wahrheit spielt, der sehr vielen Menschen das Leben gekostet hat. Es handelt sich um die Entscheidung des Bürgermeisters, eine Frau für das Bundesverdienstkreuz vorzuschlagen, die sich mit den übelsten Antisemiten und Mördern verbündet, sie erklärt und verteidigt, um die ohne jeden Zweifel bestehenden Probleme und Missstände in Israel anzuprangern. Diese Frau heißt Felicia Langer, ist Anwältin, arbeitet aber heute vor allem als Anklägerin Israels. Am liebsten tut sie dies in Deutschland, wo sie ein dankbares Publikum findet. Nun, anprangern, warum nicht? Das Problem jedoch – sie ist keine Demokratin. Ihre Argumentation, ihre Haltung und ihre Gesinnung erinnert daran, dass sie Mitglied des Zentralkomitees der kommunistischen Partei Israels war. Dabei ist es wirklich egal, ob sie ihre bipolare, von Antiimperialismus und Klassenkampf geprägte Weltsicht als Jüdin oder Nicht-Jüdin vorträgt. Ihr Menschenbild, von Israelfeinden hoch gelobt, vor allem von Tübingens Bürgermeister, entsprach vollkommen dem in der DDR propagierten. Felicia Langer wurde von Erich Honecker persönlich eingeladen, die beiden vereinte eine Art Humanismus zu der auch die Unterstützung antisemitischer Terroristen wie Abu Nidal und sein Trupp gehörte, die überall auf der Welt Attentate gegen jüdische Einrichtungen mit etlichen Toten verübt hatten.

Den gesamten Newsletter für August kann man hier abrufen.

29th July
2009
written by Tobias Blanken

The popularity of conspiracy theories is explained by people’s desire to believe that there is – some group of folks who know what they’re doing.

(Damon Knight via Reason Magazine)

Mr. Hardly: That all the 9/11 conspiracy Web sites are run by the government. The 9/11 conspiracy… is a government conspiracy.
Stan: Aw Jesus…
Kyle: Why would the government want people to believe they caused 9/11?
Mr. Hardly: For a government to have power, they must appear to have complete control. What better way to make people fear them than to convince them they are capable of the most elaborate plan on earth?

Kyle: I knew it! You didn’t plan 9/11 and you really didn’t shoot that guy!
George W. Bush: Boys, you don’t understand. People need to think we are all-powerful. That we control the world. If they know we weren’t in charge of 9/11 then… we appear to control nothing.
Kyle: Well why don’t you just tell people the truth?!
George W. Bush: We do that too. And most people believe the truth. But one fourth of the population is retarded. If they wanna believe we control everything with intricate plans, why not let them?

(South Park: Mystery of the Urinal Deuce)

27th July
2009
written by Tobias Blanken

Angenehm schnoddrig in der wöchentlichen TAGESSPIEGEL-Kolumne Was macht die Welt? (WmdW):

Vier Fragen zur Außenpolitik an “Zeit”-Herausgeber Josef Joffe. Diesmal zu Obama, Island, Felicia Langer und Afghanistan.

Äußerst ernsthaft in der ZEIT:

Mission Possible. Und hochriskant:

Wenn Druck und Drohung in Teheran versagen: Wie Israel die iranische Atomrüstung zerschlagen kann.

22nd July
2009
written by Tobias Blanken

Dambisa Moyo in der Süddeutschen:

Die Ökonomin und Bankerin hat einen Bestseller gegen Entwicklungshilfe geschrieben. Sie attackiert Rockstars, die sich zu Sprechern Afrikas aufschwingen.

Die Süddeutsche: Sing, Bono, sing…was anderes

21st July
2009
written by Tobias Blanken

Was ich an der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Felicia-Amalia Langer und der nachfolgenden Debatte nicht verstehe: Die Dame war im Zentralkomitee der kommunistischen Partei Israels. Deshalb müssten doch im Schloss Bellevue und im Staatsministerium Baden-Württemberg sämtliche Alarmglocken rechtzeitig klingeln. Dürfte man – naiv wie man ist – jedenfalls erwarten. Insbesondere, wenn CDU-Politiker an der Spitze stehen. Aber die Konservativen sind wohl auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Wenn die Alarmglocken nur ein wenig geklingelt hätten, dann hätte man sich sicher ihr Biographie angeschaut. Ein Klick zu Wikipedia hätte gereicht, um zu erfahren, dass Felicia-Amalia Langer 2006 den “Menschenrechtspreis” der “Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde” erhalten hat. Eine Organisation, die selbst im fernen Baden-Würtemberg als Sammlungsbewegung von alten Stasi- und SED-Kadern bekannt sein dürfte. Falls nicht: Auch hier hätte ein Klick auf Wikipedia vollkommen ausgereicht:

Der Historiker Christian von Ditfurth ordnete 1998 die GBM als eng verflochten mit der PDS ein, ebenso wie die Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung und die Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte. Gleichlautend äußerten sich auch der DDR-Bürgerrechtler Konrad Weiß, sowie eine Referatsleiterin im Thüringer Sozialministerium, die erklärte, die „Stasi-Leute“ seien heute gut organisiert in Vereinigungen wie der „Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenwürde“ oder der „Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung“. Der Historiker Hubertus Knabe kennzeichnete die Mitglieder 2007 als „DDR-Nostalgiker“, deren Tätigkeit „ein organisierter Kampf für die Interessen von Stasi- und SED-Kadern“ sei.

Aber man verleiht ja nur ein Bundesverdienstkreuz. Da sind 5 Minuten Recherche wohl schon zu viel verlangt. Eventuell würde man dann ja auch drüber stolpern, dass Fidel Castro ebenfalls “Menschenrechtspreisträger” dieser Kaderorganisation ist. Natürlich gibt es auch noch den Bundesverfassungsschutz und den Verfassungsschutz Baden-Württemberg, bei denen man auch einfach mal hätte anfragen können, wie wohl das “Menschenrechtsverständnis” dieser Organisationen aussieht und ob es in der Staatsräson liegt, Preisträgern dieser Organisation auch noch das Bundesverdienstkreuz anzuhängen. Aber nein, man lobt stattdessen Langers Kampf für Menschenrechte in der Laudatio über den Klee.

Da fehlt eigentlich nur noch ein White-Power-Activist, der zuvor vom Ku-Klux-Klan den jährlichen “Imperial Wizard & Grand Dragon Antirassismuspreis” bekommen hat und das Bundesverdienstkreuz für unermüdliche “Courage gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhetze” verliehen bekommt.

Nachtrag I: Der TAGESSPIEGEL thematisiert die dunkelrote Vergangenheit der “unverzagten Stalinistin” mit den Worten:

Für Felicia Langer ist die Welt schwarz und weiß. Ohne Grau- und erst recht ohne Farbtöne. Israel repräsentiert für sie die dunkle Seite, die Palästinenser sieht sie ausnahmslos in strahlender Helligkeit. Ist ihr dafür nun vor einer Woche in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz verliehen worden? Oder dafür, dass sie seinerzeit, als ZK-Mitglied der Kommunistischen Partei Israels, Ehrengast Erich Honeckers war?

Nachtrag II: Die Jüdische Gemeinde zu Berlin fragt sich ebenfalls, wie es trotz ihrer dunkelroten Vergangenheit überhaupt zu der Verleihung kommen konnte:

Zentral ist bei diesem Skandal die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass im Vorfeld der Entscheidung, Langer diese höchste deutsche Ehrung zuteil werden zu lassen, ihre bis heute aktuelle kommunistische Ausrichtung, ihre Israelfeindlichen Äußerungen und ihre Unterstützung von gewalttätigen und demokratiefeindlichen Kräften nicht berücksichtigt wurden.

Nachtrag III: Auch Josef Joffe fragt sich, warum die “Antennen” des Bundespräsidialamtes so versagen konnten:

Der Tagesspiegel: Der israelischen Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer wurde das Bundesverdienstkreuz verliehen. Eine gute Wahl?

Josef Joffe: Nein. Das Kreuzlein für die Dame ist so, als hätte Israel eine dort lebende Deutsche ausgezeichnet, die dieses Land ständig als Nazi-Festung geißelt, gleichzeitig aber auch Nettes über das Nazi-Regime zu berichten weiß. Israel ist für L. ein Ausbund des Rassismus, Ahmadinedschad ganz okay, Zivilisten-Killer erscheinen ihr als Freiheitskämpfer. Den Zentralrat der Juden hält sie für eine „Filiale der israelischen Botschaft“. Das ist eine Beleidigung für den Zentralrat, weiß doch jeder richtige Antisemit, dass dieser die Landeszentrale der Weltverschwörung ist – also weitaus mächtiger als eine mickrige Botschaftsdependance. WmdW ist verblüfft: Wieso haben die Antennen (und Archive) des Bundespräsidialamtes versagt?

21st July
2009
written by Tobias Blanken

Reason TV – Why America shouldn’t “Buy American”:

16th July
2009
written by Tobias Blanken

*Hamas-Style

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