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19th August
2009
written by Tobias Blanken

Zur Vorgeschichte*²: Freitag gab es im Gazastreifen eine Schießerei zwischen der Hamas und der salafistischen Al-Qaida-Sympathisantengruppe “Armee der Helfer Gottes”. Insgesamt 24 Menschen kamen bei den Gefechten zu Tode, weit mehr als 100 wurden verletzt.

Who is to blame? Michael Thumann gibt in der ZEIT die Antwort:

Israels Gaza-Krieg hat Hamas geschwächt – und noch viel radikalere Islamisten gestärkt. Es wird Zeit, dass der Westen die Organisation als Mitspieler akzeptiert.

Thumanns Schlussfolgerungen sind denkbar simpel:

Aber die Frage an westliche Diplomaten und israelische Politiker ist dringlich: Wem nützt es, Hamas weiter zu blockieren, auszugrenzen, klein zu kriegen? Muss man diese Islamisten nicht als Mitspieler akzeptieren, ihren Ausgleich mit Fatah fördern, Neuwahlen in Palästina 2010 ermöglichen und einen möglichen Sieg der Hamas dulden?


Und so weiter und so fort….

Ok, irgendwie erwartet man mittlerweile ja nichts anderes mehr. Wenn irgendwo in der arabischen Welt ein Sack Reis umkippt, dann gibt jeder Nahost-Diktator Israel die Schuld. Was natürlich die meisten europäischen Medien regulär inspiriert. Aber: Nur europäische Medien schaffen es, aus einem islamistischen Shootout die Schlussfolgerung abzuleiten, dass die eine Shootout-Partei ein Partner für den Frieden ist.

In diesem Sinne: Liebe Islamisten, lasst es richtig krachen. Bringt euch gegenseitig um. Zerstört weiter Moscheen. Bringt möglichst viele palästinensische Zivilisten um. Denn so qualifiziert ihr euch in den Augen europäischer / deutscher Nahostexperten als Partner für Friedensgespräche (und an den Toten hat – logisch, sowieso und grundsätzlich – Israel die Schuld).

*Titel hier geklaut.

*² Tote Palästinenser sind in Deutschland meist nur ein Thema, wenn sie von Israelis umgebracht wurden. Daher die Vorabinformationen. Mittlerweile ist auch ein Video aufgetaucht, welches die Hamas bei der Exekution der Islamisten-Konkurrenz im Hinterhof einer Moschee zeigt.