International

1st January
2012
written by Tobias Blanken

Fragen Sie Osama bin Laden, ob ich ein Appeaser bin.

(Barack Obama)

Richard Herzinger: Obama wird die militärische Option gegen Irans Regime nicht scheuen

23rd December
2011
written by Tobias Blanken

Gundane said he hoped that his involvement with the song would turn him into an expert on British politics and economics in the same way ‘Do they know it’s Christmas’ had turned Geldof and Bono into the world’s leading experts on Africa.

‘Yes we know it’s Christmas’ say African musicians as they finally record a response to Band Aid

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21st December
2011
written by Tobias Blanken

Es gibt kein Good mehr, nur noch Bad and Ugly: In der neuen Ausgabe von Foreign Affairs (Januar/Februar 2012) erläutert Matthew Kroenig, warum er gezielte Militärschläge gegen die iranischen Atomanlagen für die am wenigsten schlechte Option hält:

For several years now, starting long before this episode, American pundits and policymakers have been debating whether the United States should attack Iran and attempt to eliminate its nuclear facilities. Proponents of a strike have argued that the only thing worse than military action against Iran would be an Iran armed with nuclear weapons. Critics, meanwhile, have warned that such a raid would likely fail and, even if it succeeded, would spark a full-fledged war and a global economic crisis. They have urged the United States to rely on nonmilitary options, such as diplomacy, sanctions, and covert operations, to prevent Iran from acquiring a bomb. Fearing the costs of a bombing campaign, most critics maintain that if these other tactics fail to impede Tehran’s progress, the United States should simply learn to live with a nuclear Iran.

But skeptics of military action fail to appreciate the true danger that a nuclear-armed Iran would pose to U.S. interests in the Middle East and beyond. And their grim forecasts assume that the cure would be worse than the disease — that is, that the consequences of a U.S. assault on Iran would be as bad as or worse than those of Iran achieving its nuclear ambitions. But that is a faulty assumption. The truth is that a military strike intended to destroy Iran’s nuclear program, if managed carefully, could spare the region and the world a very real threat and dramatically improve the long-term national security of the United States.

Foreign Affairs: Time to Attack Iran*

Und beim American Interest führt Walter Russell Mead aus, warum er davon ausgeht, dass die Regierung Obama noch in dieser Legislaturperiode die iranischen Atomanlagen angreifen wird:

After Defense Secretary Leon Panetta’s interview with CBS, it’s time for the world to reassess. The administration, Secretary Panetta makes clear will not allow Iran to get a nuclear bomb. Period. If Washington must bomb Iranian facilities in order to stop them, Obama will bomb.

In a recent interview with CBS news anchor Scott Pelley, Panetta said “the United States does not want Iran to develop a nuclear weapon. That’s a red line for us”. He continued: “We will take whatever steps are necessary to stop them”. A nuclear Iran is “unacceptable”. When US secretaries talk about “whatever steps are necessary” they are not usually talking about holding one more meeting of the sanctions committee. They are thinking shock and awe rather than cookies and tea.

American Interest: Obama Moves Toward War With Iran

*Erfordert bei Foreign Affairs nur Registration (kostenlos), nicht Subsciption (kostenpflichtig).

19th October
2011
written by Tobias Blanken

Früher, da hat das Bildungsbürgertum diese Zeitung gelesen:

Einer gegen 1.027 – was sagt diese Relation aus?

Diese Relation zeigt die Ungleichheit im Kräfteverhältnis zwischen Israel und den Palästinensern. Israel hielt etwa 6.000 Palästinenser in seinen Gefängnissen fest, von denen allerdings nur ein Teil an Anschlägen auf Zivilisten in Israel beteiligt war. Denn die israelische Armee kann in die Westbank und den Gaza-Streifen einrücken und Menschen festnehmen. In dem Abkommen zum Gefangenenaustausch soll sich Israel auf Druck der Hamas verpflichtet haben, die Freigelassenen nicht gleich wieder aus Gaza oder der Westbank gewaltsam zurückzuholen.

Die palästinensische Seite, in diesem Fall die Hamas, hatte einen einzigen israelischen “Gefangenen”, den entführten Soldaten Schalit. Daher ist der Eindruck nicht falsch, dass ein Israeli mehr wert ist als ein Palästinenser – aber das ist nicht einfach eine Frage der moralischen Überlegenheit Israels, sondern auch ein Ergebnis des Ungleichgewichts der Kräfte in diesem Konflikt.

Ein Mensch gegen 1.027 Menschen – das zeigt die Ungleichheit im Kräfteverhältnis? WTF, ZEIT?

19th October
2011
written by Tobias Blanken

Peinlicher als es Polenz geschafft hat, lässt sich die politische Inkompetenz und moralisch indolente Geistesverwirrung manches führenden deutschen Außenpolitikers kaum noch auf den Punkt bringen.

Richard Herzinger: Guido Westerwelle und die Wirrnis deutscher Außenpolitiker im Fall Schalit

10th October
2011
written by Tobias Blanken

Prügel und Gefängnis für Oppositionelle, Ausschreitungen gegen Christen und andere Minderheiten, Gewalt gegen Israel und Hetze gegen Juden: Manchmal sieht der neue Nahe Osten dem alten verblüffend ähnlich.

Clemens Wergin: Gewalt in Kairo und die Dämonen Arabiens

13th September
2011
written by Tobias Blanken

It is easier to burn an Israeli flag than reform the Egyptian government.

Jeffrey Goldberg

18th June
2011
written by Tobias Blanken

Wissen Sie, wir bewegen uns auf unbekanntem Terrain. Ich finde es sogar kontraproduktiv, wenn selbsternannte Experten sich hinstellen und sagen, sie wüssten mit absoluter Sicherheit, was zu tun ist. Genauso satt habe ich es, Zeitungsartikel zu lesen, in denen steht, was wir machen sollen oder nicht. Die Situation ist einzigartig und sehr unsicher und niemand weiß, welche Konsequenzen die eine oder andere Variante haben könnte.

Alberto Alesina

3rd May
2011
written by Tobias Blanken

Die islamistische Hamas trauert um den “heiligen Krieger”, die rechtsextreme NPD bedauert den “Mord” an Osama und die linksextreme Junge Welt bezichtigt Amerika des “Terrorismus”: Die Feinde der offenen Gesellschaft demonstrieren einmal mehr ihre Einigkeit.

Und, was macht das Deutschland der politischen Mitte? Es diskutiert die Frage, ob es ok ist, sich über einen der größten Erfolge im Kampf gegen den dritten Totalitarismus zu freuen. Jörg Lau fragt daher, und zwar vollkommen zu Recht, warum denn eigentlich nicht? Wie kann man darüber keine Freude empfinden? Wie kann man darüber nicht jubeln?

Amerika dagegen war auf der Straße, und, ja, es hat im Mondlicht gefeiert:

… we are Americans, despite our differences, our religions, our ethnicities, we are here all standing at midnight in Washington D.C., that is America!

Wie sagte Goethe doch: Amerika, du hast es besser.

2nd April
2011
written by Tobias Blanken

Wegen dem vorherigen Eintrag den Entschließungsantrag der europäischen Grünen über den Goldstone-Bericht gelesen, dabei über folgenden Absatz gestolpert:

13. unterstützt die weiteren Empfehlungen des Goldstone-Berichts zu anderen schweren Verstößen gegen das Völkerrecht, die Israel im besetzten palästinensischen Gebiet begeht, und fordert Israel auf, die Blockade des Gaza-Streifens unverzüglich aufzuheben, Bewegungsfreiheit innerhalb des besetzten palästinensischen Gebiets zu gewährleisten, politische Gefangene einschließlich des Mitglieds des Palästinensischen Legislativrates Marwan Barghuthi freizulassen und gegen Palästinenser im Zusammenhang mit ihrem Einsatz für die Menschenrechte und ihrer politischen Betätigung verhängte Reiseverbote aufzuheben;

Wikipedia.de:

Marwan Barghuthi (arabisch ‏مروان البرغوثي‎, DMG Marwān al-Barġūṯī, palästinensisch-arabisch: Marwān il-Barghūthi, häufig Barghuti oder Barghouti geschrieben; * 6. Juni 1959 in Kobar bei Ramallah) ist ein palästinensischer Politiker. Derzeit verbüßt er in Israel eine fünffache lebenslange Freiheitsstrafe. Verurteilt wurde er wegen mehrfachen Mordes und Terrorismus.

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