Totalitarismus
Springtime for idiots. Even in America:
Yeah, full democratic rights for gays, lesbians, bisexuals, transgenders. Right. Oh wait, silly me, there is a country involved in this conflict where gays, lesbians, bisexuals and transgenders have full democratic rights: it’s called Israel. And if you truly wanted freedom and equality for gays and lesbians in the region, you’d be protesting against the harsh shari’a regime of Hamas, under which homosexuality or “gender transgression” of any kind brings an immediate death sentence.
So der Kommentar vom zomblog über dieses Plakat während einer wirklich widerlichen Anti-Israel Demo in San Francisco (via).
„Nimmt ein Jude oder nehmen alle Juden die hier angebotene Vorgabe an, kann es ihm oder ihnen nicht schlechter ergehen als jetzt. Und freiwillig Leiden zu erdulden, wird ihnen eine innere Stärke und Freude bringen wie es keine noch so hohe Anzahl von Bekundungen des Mitgefühls aus der Welt außerhalb Deutschlands vermag. [...] Die kalkulierte Gewalt Hitlers könnte sogar zu einem allgemeinen Massaker an den Juden führen als eine erste Antwort der Erklärung von Feindseligkeiten [seitens der USA, Großbritanniens und Frankreichs]. Könnte aber der jüdische Geist auf freiwilliges Leiden vorbereitet werden, könnte sogar das gedachte Massaker in einen Tag der Dankbarkeit und Freude darüber gewendet werden, dass Jehova die Rasse sogar aus den Händen des Tyrannen errettet hat. Für den Gottesfürchtigen hat der Tod keinen Schrecken.“
(Mahatma Gandhi 1938, zitiert nach der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung: Gandhi heute – aktuell oder unzeitgemäß?)
There is another side to the ledger. For millennia Jewish blood has been cheap, if not costless, throughout the Christian and Muslim worlds, where the Jew became the epitome of powerlessness, a perpetual punching bag and a scapegoat for whatever ills befell society. There is no reason, therefore, why Israel shouldn’t follow in the footsteps of these past generations, avoid antagonizing its Arab neighbors and exercise restraint whenever attacked. But no, instead of knowing its place, the insolent Jewish state has forfeited this historic role by exacting a price for Jewish blood and beating the bullies who had hitherto been able to torment the Jews with impunity. This dramatic reversal of history cannot but be immoral and unacceptable. Hence the global community outrage and hence the world’s media provision of unlimited resources to cover every minute of Israel’s “disproportionate” response, but none of the devastation and dislocation caused to Israeli cities and their residents.
(Prof. Efraim Karsh: What’s Behind Western Condemnation of Israel’s War Against Hamas? (via))
“Are you going to school?”
Then the man pulled Shamsia’s burqa from her head and sprayed her face with burning acid. Scars, jagged and discolored, now spread across Shamsia’s eyelids and most of her left cheek. These days, her vision goes blurry, making it hard for her to read.
But if the acid attack against Shamsia and 14 others — students and teachers — was meant to terrorize the girls into staying home, it appears to have completely failed.
Today, nearly all of the wounded girls are back at the Mirwais School for Girls, including even Shamsia, whose face was so badly burned that she had to be sent abroad for treatment. Perhaps even more remarkable, nearly every other female student in this deeply conservative community has returned as well — about 1,300 in all.
Jeff Weintraub: The bravery of Afghan schoolgirls.
Neues von Herrn Tillich:
Der eine gestaltete noch 1989 als Funktionär einer der fünf staatstragenden sozialistischen Parteien der DDR die SED-Diktatur aktiv mit. Der andere war als KGB-Offizier in Dresden unter dem Decknamen “Adamov” für den Sozialismus tätig.
(jo@chim vom antibuerokratieteam)
Ein Skandal, findet die Opposition: Stanislaw Tillich, Ministerpräsident mit DDR-Systemnähe, wird beim Semperopernball dem einstigen Dresdner KGB-Offizier und jetzigen russischen Premier Wladimir Putin den Dankesorden in Gold überreichen. Kritiker fragen: Wofür bloß?
Blockflöte für Tschekisten.
Auch die Nationalpazifisten werden durch das Leid der armen, unschuldigen Palästinenser um den Schlaf gebracht:
Die sogenannte Mahnwache der NPD am heutigen Freitagabend gegen den Angriff Israels auf den Gazastreifen darf stattfinden, allerdings nur eingeschränkt. Wie berichtet, hatte der NPD-Bezirkschef Roland Wuttke zunächst einen Umzug vom Rathaus zum Jakobsplatz angemeldet, um dort symbolisch die Synagoge mit Schuhen zu bewerfen.
So die Süddeutsche.
In fünf Tagen jährt sich der Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum neunzigsten Mal. Und da es die DDR samt schwarzen Kanal nicht mehr gibt lässt der SPIEGEL sich nicht lumpen verklärt beide zu Demokraten. In dem Artikel Luxemburg und Liebknecht heißt es etwa ganz lapidar:
Die folgenden Ereignisse haben die Linke in Deutschland für immer gespalten, mit fatalen Folgen. Der Hass zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten schwächte die demokratischen Kräfte in der Weimarer Republik nachhaltig; den Nazis sollte das später den Durchmarsch an die Macht wesentlich erleichtern.
Luxemburg und Liebknecht haben zwar gegen die Weimarer Republik geputscht und wollten eine Rätediktatur errichten, aber über sowas sieht man beim SPIEGEL anscheinend gerne hinweg. Diktatur und Demokratie fangen schließlich beide mit dem Buchstaben D an, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Und aus Kommunisten “demokratische Kräfte” machen. Logisch, dass beide Kommunisten im Stile allerfeinster DDR-Propaganda zu Heiligen verklärt werden:
Das Schicksal als prominenteste Opfer demokratiefeindlicher Gewalt in Deutschland hat Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht historischen Rang eingetragen.
Leseempfehlung Deutschlandradio Kultur / Jochen Staadt: Demokratie oder Diktatur.
Die Raketen reichten erst 20 Kilometer, jetzt reichen sie 40, und dann reichen sie 60 Kilometer. Es ist klar, eines Tages wird auch Tel Aviv bedroht sein können. Fetter Jubel. Und weiter im Text (Via).
Einfach nur widerlich.
Ich kann gar kein Antisemit sein, denn ich bin Semit.
(Jamal “die allmächtige zionistische Lobby” Karsli)
Letzte Woche dachte ich ja noch, dass diese verquere Logik nicht mehr zu toppen ist. Aber da habe ich mich wohl geirrt. Auch dachte ich immer, dass die Selbstinszenierung von nationalistischen und revanchistischen Österreichern, die ihr Land als “erstes Opfer des Nationalsozialismus” darstellen, an Absurdität nur schwer übertroffen werden kann.
Aber dann bin ich über diesen Artikel in der Readers Edition gestolpert, in dem der Leser erfahren kann, dass a) der normale Deutsche natürlich – niemals – ein Antisemit gewesen ist und b) der Holocaust eigentlich dem deutschen Volk gegolten hat. Selbstverständlich haben es die Juden auch zu verantworten, wenn man sie anstelle der Deutschen vernichtet hat – schließlich haben sie durch ihren “Absolutheitsanspruch” den Nazis ein ideales Motiv gegeben. Aber lassen wir die Readers Edition doch einfach zu Wort kommen:
Ich persönlich glaube nicht, dass der normale Deutsche jemals einen Konflikt mit Semiten hatte, gestern nicht und heute auch nicht. Spätere und neue Aufarbeitungen des Holocaust jedoch werden zeigen, dass die Vernichtung der Juden im Dritten Reich, nichts weiter waren, als ein übliches diktatorische Mittel der Freundfeindaufteilung über die Vogelfreierklärung einer Minderheit im eigenen Land.
Besonders geeignet hierfür war die jüdische Religion mit ihrem Anspruch auf den wahren Gott. Denn sie besagt: Wer kein Jude ist, ist ungläubig. Hier besteht Absolutheitsanspruch. Die Nationalsozialisten haben dies geschickt verwendet, um ihr eigenes Volk zu unterdrücken, insoweit, als sie vermittelten: bist du gegen uns, dann geht es dir wie den Juden.
Und, wozu diese geistigen Verrenkungen? Genau: Die armen, unschuldigen Deutschen werden unterdrückt, damit die Juden weiterhin die “semitischen Araber” diskriminieren können: Besonders brisant wird die Auslegung des Begriffs Antisemitismus neuzeitlich in Bezug auf die Juden in Israel werden, hinsichtlich semitischen Araber die dort ganz offensichtlich diskriminiert werden. Hier werden die Juden an einen Konflikt zwischen Vergangenheit und Gegenwart stoßen, der zeigen wird, dass Antisemitismus kein dauerhaftes Schuldgefühlprogramm ist, das man den Deutschen auf ewig unterstellen kann. Die National-Zeitung und Jamal Karsli hätten es nicht besser formulieren können.

