Posts Tagged ‘Achse des Guten’

4th June
2009
written by Tobias Blanken

Sicher, es gibt in Brüssel den Türken-Günter Verheugen und den Pöbel-Martin Schulz. Doch der schönste Grund, nicht zur Europawahl zu gehen, heißt immer noch Silvana Koch-Merin.

(Stammtisch-Wolfgang Röhl)

Die Dialektik des kleinen, empörten Mannes: Brüssel ist eine gesichtsloser Bürokratenverein, der Deutschland mit sinnlosen Gesetzen und Normen überflutet. Aber: Die Leistung eines Parlamentariers bemisst sich an der Anwesenheitsquote im Parlament, der Anzahl der Anfragen und der Quersumme aus eingereichten und verabschiedeten Gesetzesinitiativen.

Und wehe, sein Kopf überragt all die anderen fleißigen Parlamentarier in Sachen Bekanntheit nur um n>1*Pi/2, dann wird zur Jagd geblasen.

17th March
2009
written by Tobias Blanken
23rd September
2008
written by Tobias Blanken

Vielfalt, die sich nicht zur Einheit ordnet, ist Verwirrung. Einheit, die sich nicht in Vielfalt gliedert, ist Tyrannei.

(Blaise Pascal)

In den letzten Tagen sind in der liberalen Blogosphäre viele Artikel rund um den Anti-Islamisierungs-Kongress erschienen. Etwa hier, hier und hier. Selbst die Antideutschen lassen es sich nicht nehmen und nehmen die linksextremen Gegendemonstranten aufs Korn. Etwa hier, hier und hier. Allesamt lesenswert; man schießt nach links, rechts und ins islamistische Milieu.

Natürlich macht auch die Achse beim Spektakel mit (naja, in die Rechte schießt man dort nicht). Macht halt richtig Spaß, wenn man der “Kölner-Antifa” gemeinsam verbal ans Bein pissen kann. Soweit, so gut. Und auch richtig, denn die meisten Argumente gegen die Kölner Antifa treffen ins Schwarze. Trotzdem bleibt ein sehr fader Nachgeschmack zurück. Die letzte Antifa-Sau, die durch das liberale Klein-Blogdorf getrieben wurde, war die Antifa-Debatte.

Und dort hat Michael Holmes dafür mächtig Prügel kassiert, dass er die Antifa als linksextrem, demokratiefeindlich und gewalttätig beschrieben hat. Ja, wie kann man denn nur die Antifa kritisieren! Auf der Achse hat man seinen Text u.a. mit der Begründung gelöscht, dass sie “diesen Text grundsätzlich nicht sehr passend für achgut.de [fanden]. 99 Prozent unserer Leser kennen weder die “Antifa” noch die Zitierten.” Er war also so redundant, dass man auch auf die Freedom of Speech scheißen könnte.

Naja, das ist wohl der Schnee von gestern. Heute ist das Außenseitertum in der Mitte der Gesellschaft der Blogosphäre angekommen. Der Early Adopter hat sich derweil verzogen und schreibt woanders. Und zwar hier. Unbedingt lesenswert.