Posts Tagged ‘Amerika’

19th June
2009
written by Tobias Blanken

When Ronald Reagan went before the Brandenburg Gate, he did not say Mr. (Mikhail) Gorbachev, that wall is none of our business.

(Mike Pence)

United States House of Representatives condemns Theran crackdown on Protesters (via):

WASHINGTON (AP) – In the strongest message yet from the U.S. government, the House voted 405-1 Friday to condemn Tehran’s crackdown on demonstrators and the government’s interference with Internet and cell phone communications.

The resolution was initiated by Republicans as a veiled criticism of President Barack Obama, who has been reluctant to criticize Tehran’s handling of disputed elections that left hard-liner President Mahmoud Ahmadinejad in power.

Btw: Who the fuck is Ron Paul?

Nachtrag: Das Weiße Haus will von einer Klatsche nichts wissen:

Shortly after the House vote on Friday afternoon, White House press secretary Robert Gibbs said the resolution’s language is “very consistent” with what President Obama has said since the chaos began.

“Obviously, we welcome the resolution,” Gibbs said, adding that he believes “that it echoes the words of President Obama throughout the week.”

Except that’s a lie: the White House has not condemned the Iranian regime. Perhaps someone should ask the president personally to do so.

9th June
2009
written by Tobias Blanken

Nicholas D. Kristof rezensiert drei neue Bücher über den Krieg in Darfur:

The slaughter in Darfur has now lasted more than six years, longer than World War II, yet the “Save Darfur” movement has stalled—even as the plight of many Darfuris may be worsening. Many advocates for Darfur, myself included, had urged the International Criminal Court to prosecute the Sudanese president, Omar al-Bashir. We got what we hoped for—on March 4, the court issued an arrest warrant for Bashir on counts of war crimes and crimes against humanity. But the immediate result was that Bashir expelled thirteen foreign aid organizations and closed three domestic ones. Millions of Darfuris have been left largely without assistance, and some are already dying.

The New York Review of Books: What to Do About Darfur

2nd May
2009
written by Tobias Blanken

DIE ZEIT über das Zeitungssterben in Amerika:

Die Ente vom Ende

Das Printgewerbe in den USA kämpft um seine Existenz, nicht erst seit der Wirtschaftskrise. Jetzt droht die Politik der Presse mit Hilfe.

3rd February
2009
written by Tobias Blanken

Eben entdeckt, dass mit Wolf Biermanns “Salzig Salzig Salzig Salzig” einer der besten Texte von 2002 wieder kostenlos bei SPIEGEL ONLINE zur Verfügung steht:

Die Völker im Abendland haben eben alle ein geradezu intimes Schuld- und Schandeverhältnis zu den Juden. Irgendwann mal abgeschlachtet, ein bisschen ausgerottet, verjagt, ausgeraubt, diskriminiert und ausgeliefert haben sie ihre jüdischen Mitbürger ja fast alle. Bei näherem Hinsehen natürlich jedes Mal sehr verschieden. Aber der gemeinsame Nenner ist doch ein dumpfes Missbehagen, ein ordinär parfümiertes Gemisch aus schlechtem Gewissen, aus Verleugnung, intellektuellem Neid und gutmenschelndem Selbstmitleid. Und das macht alles noch heilloser – seit eh und je lastet nun mal dieser unentrinnbare Fluch auf all den verschiedenen Tätern: Was sie an ihnen verbrochen haben, das wollen und können sie ihren Opfern niemals verzeihen. Und schlimmer noch: An dieser schwelenden Schuld tragen dann auch noch die schuldlosen Kinder der Kindeskinder.

[...]

Die US-Amerikaner sind da fein raus. Bei ihnen liegen andere Leichen im historischen Keller, jüdische aber nicht. Sogar die liberalen Engländer haben vor ein paar hundert Jahren sämtliche Juden auf den britischen Inseln ausgerottet oder von dort verjagt.[...]

Ein absolut lesenswerter Text. Gerade für die Knallchargen, die zwanghaft von einer “pro-israelischen” Einstellung in Europa schwadronieren und die Einstellung wiederum auf das “ach so schlechte” Gewissen der Europäer zurückführen, mit dem man brechen müsse, um zu einer “objektiven” Betrachtung des Nahost-Konfliktes zu gelangen.

3rd February
2009
written by Tobias Blanken

Sputnikschock nennt man die politisch-gesellschaftliche Reaktion in den USA und Westeuropa und die weitere Entwicklung ihrer Raumfahrt nach dem Start des ersten künstlichen Erdsatelliten Sputnik 1 am 4. Oktober 1957 (Ortszeit: 0:50 Uhr, 5. Oktober) durch die Sowjetunion. Sputnik bewies vordergründig, dass die Sowjetunion technologisch den USA überlegen oder mindestens ebenbürtig, sowie im Besitz von starken Interkontinentalraketen war und die USA mit Atombomben bedrohen konnte.

(Wikipedia)

Von Schock nichts zu spüren. Allenfalls eine routinehafte Besorgnis bei einigen Spitzenpolitikern. Et hätt noch immer jot jejange, gell!

29th January
2009
written by Tobias Blanken

Selbst die Süddeutsche kann es nicht mehr ignorieren:

Ein anderer Name dürfte derweil für die Taktik stehen, mit der Washington künftig in den Schluchten des Hindukusch vorankommen will: David Petraeus. Der Vier-Sterne-General, inzwischen der Chef des US-Zentralkommandos, gilt als Vater von Amerikas spätem Erfolg [!] im Irak. Petraeus will, getreu seinem Lehrbuch zur erfolgreichen Aufstandsbekämpfung, mit mehr amerikanischen Soldaten in Afghanistan erneut in die Schlacht ziehen. Mehr Bodentruppen verheißen, zumindest vorübergehend, mehr Blutvergießen – aber hoffentlich weniger blindes Bomben per Drohnen wie bisher.

Der Irak als Lektion für Afghanistan: Obama mag es nicht so sagen, aber er wird es tun. Er will, um seinen guten Krieg zu gewinnen, jetzt vom schlechten Krieg das Siegen lernen.

Aus: Obamas Engagement für Afghanistan – Amerikas guter Krieg.

26th January
2009
written by Tobias Blanken

Springtime for idiots. Even in America:

Yeah, full democratic rights for gays, lesbians, bisexuals, transgenders. Right. Oh wait, silly me, there is a country involved in this conflict where gays, lesbians, bisexuals and transgenders have full democratic rights: it’s called Israel. And if you truly wanted freedom and equality for gays and lesbians in the region, you’d be protesting against the harsh shari’a regime of Hamas, under which homosexuality or “gender transgression” of any kind brings an immediate death sentence.

So der Kommentar vom zomblog über dieses Plakat während einer wirklich widerlichen Anti-Israel Demo in San Francisco (via).

18th December
2008
written by Tobias Blanken

Oskar Lafontaines (“das deutsche Volk als Schicksalsgemeinschaft”) größter Alptraum:

Immigration to the US, 1820-2007 v2 from Ian Stevenson on Vimeo. (Via).

SPD

5th July
2008
written by Tobias Blanken

Schwaben. Langsam werden sie mir sympatisch. Wer so’ne Arschkrampen (via) an der Backe hat kann muss was richtig gemacht haben:

Nein! Ich habe kein Problem mit Schwaben. Habe ich wirklich nicht. Ich kenne sogar Leute aus der Ecke, die ich sehr schätze. Manche haben mich schon zum Rote-Grütze-Essen eingeladen. Andere haben mir extrem leckere Pizza gemacht und leckere Nudeln. Ich hatte sogar mal eine kleine Freundin, deren Vorfahren aus dem Schwabenländle an die Wolga gezogen sind. Gegen Schwaben habe ich nichts.

Und, nein, es handelt sich nicht um verunglückte Satire. Da sieht jemand in dem Schwaben an sich eine größtmögliche Bedrohung für seine Gemeinschaftsutopie – die man heute gewachsene soziale Milieus nennt und erfolglos unter Naturschutz zu stellen versucht.*

Patriotismus. So wie ich ihn mag.

Dummies. Martin Hagen über die mittlerweile wohl dümmste Partei Deutschlands: Einer Sozialdemokratie, die sich ihrer Erfolge schämt, ist nicht zu helfen.

*Das Satzende ist geklaut. Von den durchgeknallten Linksextremen. Genauer: Aus einem sehr guten Aufsatz über Momo, Michael Ende, den Eltern aller Schichten und Tocotronic.

31st May
2008
written by Tobias Blanken

Auf der SAVE DARFUR Webseite findet sich eine deutliche Erklärung von allen drei verbliebenen Präsidentschaftskandidaten:

As we campaign for President of the United States over the next several months, we expect there to be significant focus on the many differences between us. After all, elections are about choices in a free society. We have had a spirited contest so far and fully expect a robust debate about issues foreign and domestic right up to Election Day.

[...]

Today, we wish to make clear to the Sudanese government that on this moral issue of tremendous importance, there is no divide between us. We stand united and demand that the genocide and violence in Darfur be brought to an end and that the CPA be fully implemented. Even as we campaign for the presidency, we will use our standing as Senators to press for the steps needed to ensure that the United States honors, in practice and in deed, its commitment to the cause of peace and protection of Darfur’s innocent citizenry. We will continue to keep a close watch on events in Sudan and speak out for its marginalized peoples. It would be a huge mistake for the Khartoum regime to think that it will benefit by running out the clock on the Bush Administration. If peace and security for the people of Sudan are not in place when one of us is inaugurated as President on January 20, 2009, we pledge that the next Administration will pursue these goals with unstinting resolve.

Die ganze Erklärung findet man hier: WE STAND UNITED ON SUDAN.

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