Posts Tagged ‘Atomwaffen’

27th March
2011
written by Tobias Blanken

Eine Visualisierung von Isao Hashimoto:

Siehe auch diesen Graph bei Wikipedia.

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3rd February
2009
written by Tobias Blanken

Sputnikschock nennt man die politisch-gesellschaftliche Reaktion in den USA und Westeuropa und die weitere Entwicklung ihrer Raumfahrt nach dem Start des ersten künstlichen Erdsatelliten Sputnik 1 am 4. Oktober 1957 (Ortszeit: 0:50 Uhr, 5. Oktober) durch die Sowjetunion. Sputnik bewies vordergründig, dass die Sowjetunion technologisch den USA überlegen oder mindestens ebenbürtig, sowie im Besitz von starken Interkontinentalraketen war und die USA mit Atombomben bedrohen konnte.

(Wikipedia)

Von Schock nichts zu spüren. Allenfalls eine routinehafte Besorgnis bei einigen Spitzenpolitikern. Et hätt noch immer jot jejange, gell!

22nd April
2008
written by Tobias Blanken

US-Senatorin Hillary Clinton hat dem Iran mit militärischer „Auslöschung“ gedroht, sollte er während ihrer Präsidentschaft einen Atomangriff auf Israel starten. Auf eine Frage nach ihrer Reaktion in diesem Fall sagte Clinton im TV-Sender ABC: „Wenn ich dann Präsidentin bin, werden wir den Iran angreifen, das müssen die Iraner wissen.“ Sie fügte hinzu: „Wir wären in der Lage, sie (die Iraner) komplett auszulöschen.“

So die WELT. Besonders originell ist die Ansage nicht, vor Tagen hat Charles Krauthammer ähnliches gefordert, Gero von Randow hat hierzulande Krauthammers Forderung in seiner Video-Kolumne durchaus positiv bewertet. Die Logik hinter diesen Vorschlägen ist denkbar simpel: Die massive nukleare Abschreckung hat auch schon im kalten Krieg funktioniert, warum also nicht auch gegenüber dem Iran? Wer zuerst schießt, stirbt als zweiter, tit for tat und so weiter und so fort.

Dabei ignoriert man zwei zentrale Punkte: Es gab kein Automatismus, dass die nukleare Abschreckung einen heißen Atomkrieg verhindert. Hätten sich in der Kubakrise Revolutionäre wie Che Guevara durchgesetzt, dann gäbe es vermutlich kein menschliches Leben mehr auf der Erde. Und, zweitens, geht man bei tit for tat davon aus, dass jeder Spieler rational handelt – zur Friedenssicherung bedarf es sowohl individueller als auch kollektiver Rationalität. Wovon man beim iranischen Mullah & Märtyrer-System sicher nicht ausgehen darf. Selbst der hierzulande als “gemäßigt” eingestufte ehemalige iranische Staatspräsident Ali Akbar Haschemi Rafsandschani spekulierte 2001, “dass in einer nuklearen Auseinandersetzung mit Israel sein Land vielleicht 15 Millionen Menschen verlöre, und das wäre nur ein kleines Opfer für die eine Milliarde Muslime weltweit im Tausch für das Leben von fünf Millionen israelischen Juden”.

Die nukleare Abschreckung ist mit Sicherheit keine tragfähige Option – in Israel dürfte man dies übrigens auch ähnlich sehen. Allein die Debatte macht mir schon Angst, denn in ihr wird vor allem ein Punkt deutlich: Man geht langsam davon aus, dass der Iran sich im Atomkonflikt durchsetzen wird. Man baut also schon mal für den Fall vor, dass das Kind in den Brunnen fallen wird. Dem national intelligence estimate trauen scheinbar nicht einmal mehr die Demokraten über den Weg. Die Mullahs können angesichts von Hillarys Worten den Sekt kalt stellen.

Was ich aber gar nicht verstehen kann: Warum sind die hiesigen “Frieden um jeden Preis Leute” über Hillarys Worte so empört? Immerhin dürfte Hillarys Logik doch mit ihrer Logik übereinstimmen. Demnächst steht die Welt vor der Frage, ob man – in den Worten Sarkozys – besser mit der “iranische Bombe oder der Bombardierung Irans” leben kann. Und die Friedensfreunde werden sicher für die iranische Bombe plädieren – weil sie (so nicht vollkommen verblödet) auf die nukleare Abschreckung setzen. Also auf genau die Mechanismen, die Hillary skizziert hat.

21st February
2008
written by Tobias Blanken

Vor einer Woche meldete sich Hassan Nasrallah zu Wort:

„Wenn Israel diese Art von offenen Krieg haben will, dann sind wir bereit“, erklärte er vor dem tosenden Applaus Zehntausender seiner Anhänger. „Ihr habt ihn außerhalb des Schlachtfeldes getötet und damit eine Grenze überschritten“, warnte er.

„Sie glauben die Ermordung Mughniyehs ist ein Sieg, aber wir werden ein neues Kapitel aufschlagen, das mit dem Zusammenbruch Israels endet“, kündigte er an. Und: „Sie werden es nicht mit einem Mughniyeh, sondern mit Zehntausenden ausgebildeter Kämpfer zu tun haben.“

Der Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionären Garden hatte auch was zum Thema beizusteuern:

“Wir werden in naher Zukunft erleben, wie die mächtigen und effektiven Hisbollah-Kämpfer die krebsartige Existenz Israels zerstören”, erklärte der Chef der Eliteeinheit, Mohammed Ali Dschafari, am Montag einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge.

Und Mahmud Ahmadinedschad tat am gestrigen Dienstag ebenfalls seine Meinung kund:

Israel sei “eine schmutzige, widerwärtige Mikrobe” und eine “Bestie”, in die Welt gesetzt von den Grossmächten, so der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad bei einer Ansprache im südiranischen Bandar-e Abbas.

Heute berichtet SPIEGEL-ONLINE dann folgendes:

Iran könnte bis Jahresende genug Uran für Atomwaffe besitzen

Neue Computersimulationen europäischer Experten mit alarmierendem Ergebnis: Iran könnte schon in diesem Jahr genügend hochangereichertes Uran für eine Atomwaffe besitzen. Damit würden die Mullahs um Jahre früher zur Atommacht aufsteigen, als westliche Geheimdienste bisher geschätzt haben.

Derweil bezeichnet der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Joachim Poß Liechtenstein als “Schurkenstaat”.