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Dustin Dehéz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Düsseldorfer Institut für Außen- und Sicherheitspolitik, räumt auf ZEIT ONLINE mit den den drei hartnäckigsten Mythen über Afghanistan auf, die da wären:
Der Krieg in Afghanistan könne nicht gewonnen werden, weil er eben ein asymmetrischer Konflikt sei, in dem konventionelle Streitkräfte den Aufständischen unterliegen müssten. So lautet ein oft genutztes Argument, das durch den Verweis auf Vietnam noch gestärkt wird.
Verbreitet ist auch die Annahme, dass der Kampf des Westens in Afghanistan deshalb aussichtslos sei, weil die Taliban entschlossener und radikaler seien. Deswegen kämpften sie auch rücksichtsloser als westlich geprägte Streitkräfte, heißt es.
Dass die Demokratisierung Afghanistans ein unerreichbares und daher falsches Ziel sei, wird als geradezu selbstverständliche Einsicht wiederholt. Das Argument besteht eigentlich aus zwei miteinander verwobenen Vorstellungen. Auf der einen Seite wird argumentiert, dass ein so tribal geprägtes Land wie Afghanistan nicht mit dem westlich geprägten System der Demokratie verbunden werden könne und die Menschen diese Regierungsform gar nicht wollen. Zum zweiten wird häufig angeführt, dass der Islam insgesamt nicht Demokratie-fähig sei und die Versuche, Demokratie in den Mittleren Osten zu exportieren, daher nur von der mangelnden kulturellen Sensibilität des Westens zeugen.
Dustin Dehéz auf ZEIT ONLINE: Der Krieg ist noch nicht verloren