Posts Tagged ‘Berlin’

6th December
2008
written by Tobias Blanken

Diese Weltoffenheit ist verschwunden und bis heute weg. Der amerikafreundliche Impuls war schon zu Beginn der 60er-Jahre Geschichte, als Fraenkel, dessen Lehrstuhl ich dann übernahm, das Kennedy-Institut gründete. Die Studenten interessierten sich damals nicht mehr wirklich für Amerika. Und dann kam eben 1968, und die Stimmung kippte vollends um.

(Arnulf Baring)

DIE WELT hat ein Gespräch mit Klaus Schütz, Udo Knapp, Thea Dorn und Arnulf Baring anlässlich des 60 Geburtstages der FU geführt: Heute feiert die Freie Universität Berlin ihr 60-jähriges Bestehen. Ein Gespräch über das Besondere, das Verlorene und das Grauenvolle einer berühmt-berüchtigten Bildungsstätte. Und die ZEIT widmet der Person hinter der Matrikelnummer 1 einen Artikel: Wie Stanislaw Kubicki vor 60 Jahren mit Kommilitonen die Freie Universität Berlin gründete und ihr allererster Student wurde.

12th October
2008
written by Tobias Blanken

gestern niemand / morgen tot und dazwischen was?

(Fanta 4 – Populär)

Ok, seien wir realistisch: Die Sache mit dem sexy geht schon in Ordnung. Aber arm? Das ist dann doch etwas übertrieben. Außerdem hätte man ja auch vorher fragen können. Andererseits – warum sollte man sich mit solchen Kleinigkeiten aufhalten? Ich für meinen Teil danke der Academy. Und natürlich meiner Mutter. Und meinen Vater. Und ein ganz besonderer Dank geht an die Galerie Tinderbox und dem Eiben – ohne ihn wäre an der Last zusammengebrochen. Last but not least: Meinem Lieblingshippie. Ohne ihn wäre ich niemals so weit gekommen. God bless you all!

SPD

5th July
2008
written by Tobias Blanken

Schwaben. Langsam werden sie mir sympatisch. Wer so’ne Arschkrampen (via) an der Backe hat kann muss was richtig gemacht haben:

Nein! Ich habe kein Problem mit Schwaben. Habe ich wirklich nicht. Ich kenne sogar Leute aus der Ecke, die ich sehr schätze. Manche haben mich schon zum Rote-Grütze-Essen eingeladen. Andere haben mir extrem leckere Pizza gemacht und leckere Nudeln. Ich hatte sogar mal eine kleine Freundin, deren Vorfahren aus dem Schwabenländle an die Wolga gezogen sind. Gegen Schwaben habe ich nichts.

Und, nein, es handelt sich nicht um verunglückte Satire. Da sieht jemand in dem Schwaben an sich eine größtmögliche Bedrohung für seine Gemeinschaftsutopie – die man heute gewachsene soziale Milieus nennt und erfolglos unter Naturschutz zu stellen versucht.*

Patriotismus. So wie ich ihn mag.

Dummies. Martin Hagen über die mittlerweile wohl dümmste Partei Deutschlands: Einer Sozialdemokratie, die sich ihrer Erfolge schämt, ist nicht zu helfen.

*Das Satzende ist geklaut. Von den durchgeknallten Linksextremen. Genauer: Aus einem sehr guten Aufsatz über Momo, Michael Ende, den Eltern aller Schichten und Tocotronic.

29th May
2008
written by Tobias Blanken

Manhattan:

Manhattan Empire State Building Defenders of Freedom

Mitte:

Berlin Mitte Soldaten sind Mörder

 

Creative Commons LicenseDie Bilder sind unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. Wer mich als Urheber nennt, darf sie verwenden.

26th April
2008
written by Tobias Blanken

In der ZEIT findet sich ein Artikel über das Brunnenviertel im Berliner Stadtteil Wedding. Die Migranten wandern aus:

Im Berliner Brunnenviertel ist der Ausländeranteil so hoch, dass selbst einige türkische Familien ihre Kinder dort nicht mehr zur Schule schicken. Eine Initiative will nun das Quartier vor dem Niedergang bewahren.

Durchaus lesenswert. Was mich jedoch stärker beschäftigt: Ich wohne seit 7 1/2 Jahren in der Kastanienallee im Prenzlauer Berg. Also in der Straße, die wegen den ganzen Cafes und Modeboutiquen auch gerne mal “Castingallee” genannt wird. Die Straße, die von dem mäßig witzigen Rainald Grebe besungen wird. Die Straße, die neben dem Helmi das Zentrum der Bionaden-Biedermeier ist – laut ZEIT das Biotop der Schönen und Kreativen.

Und nun habe ich mal in den Stadtplan geschaut. Das Brunnenviertel ist von mir 500 Meter entfernt. Und ich war in den 7 1/2 Jahren niemals da. Klar, durch die Bernauer Straße an der Grenze zum Brunnenviertel fahre ich öfters. Ein paar mal bin ich auch durch die Gleimstraße gefahren. Aber in dem Viertel war ich nie. Das Viertel ist mir fremder als Spandau. Als würde die Mauer noch stehen.

24th April
2008
written by Tobias Blanken

Wieder ein neues Wort gelernt:

Am weitesten fortgeschritten ist die Prenzlauerbergisierung Wiens in der Leopoldstadt, dem Zweiten Bezirk.

Aus dem FAZ-Artikel Wien mit Kindern: Kinder brauchen einen Prater.

Fehlen nur noch linke Demos gegen “Gentrification” (die Linke liebt Armut wirklich sehr), Anti-Yuppie-Days (der nächste soll übrigens am 1. Juni sein), Konsumkritik (Skandal! Die Leute können sich Klappcomputer von Apple leisten! Die Frauen tragen Designermode statt Schlabberlook von Humana!) und konservative Vorbehalte gegen den “nicht authentischen Stadtteil” (also ohne “gewachsene Strukturen”, vulgo dem Mief von 60 Jahren) und die Leopoldstadt wäre tatsächlich ein zweiter Prenzlauer Berg.

26th February
2008
written by Tobias Blanken

Dieses Foto habe ich gestern im Eingangsbereich vom Kino Central in Berlin Mitte gemacht:

Kino Central Berlin Mitte

Das schwarze Poster sieht von nahem so aus:

Benito Mussolini, Josef Stalin, Adolf Hitler, Mao Zedong, Fidel Castro, Saddam Hussein

Ich habe absolut keine Ahnung, wer oder was für diese Aktion verantwortlich ist. Bin einfach nur fasziniert von der Aufzählung: Benito Mussolini 1922 Josef Stalin 1924 Adolf Hitler 1933 Mao Zedong 1949 Fidel Castro 1959 Saddam Hussein 1979. Whow.

17th January
2008
written by Tobias Blanken

Der Tagesspiegel hat soeben folgendes berichtet:

Punks zettelten Hetzjagd an

Die fünf Schüler der Jüdischen Oberschule an der Großen Hamburger Straße befanden sich gestern auf dem Heimweg als sie plötzlich von den Punks verbal angegriffen wurden. An der Ecke Oranienburger Straße/Ecke Große Hamburger Straße beschimpften die vier Männer die Schüler mit antisemitischen Parolen.

Danach setzten die Punks ihre verlausten Begleiter in Bewegung:

Anschließend hetzten sie einen ihrer Hunde auf die Jugendlichen und eine Verfolgungsjagd begann. Ein 15-Jähriger rettete sich in einen Bäckerladen. Der Hund ließ erst von ihm ab als dieser die Tür schloss.

19th October
2007
written by Tobias Blanken

Wenn diese Ankündigung wahr wird, dann hat Berlin nicht mehr die peinlichsten Politiker in der Republik. Juhu!