Posts Tagged ‘Bono’

23rd December
2011
written by Tobias Blanken

Gundane said he hoped that his involvement with the song would turn him into an expert on British politics and economics in the same way ‘Do they know it’s Christmas’ had turned Geldof and Bono into the world’s leading experts on Africa.

‘Yes we know it’s Christmas’ say African musicians as they finally record a response to Band Aid

Tags: ,
24th October
2010
written by Tobias Blanken

Hätte ich in dieser Form auch nicht in der SZ erwartet: Eine erstaunlich wohlwollende Rezension über Peter Gills “Famine and Foreigners: Ethiopia Since Live Aid”:

In Gills Schilderung wird Äthiopien zum Paradebeispiel für Amartya Sens Diktum, dass es in der Moderne noch in keiner funktionierenden Demokratie zu einer Hungersnot gekommen sei, und dass eine freie Presse und politische Oppositionskräfte das beste Frühwarnsystem gegen Hungersnöte seien. Anders ausgedrückt: Während Hungersnöte bis ins neunzehnte Jahrhundert meist klimatisch bedingt waren, sind sie heute ausnahmslos Folge antidemokratischer Maßnahmen diktatorischer Regimes.

Die Hungersnot im Äthiopien der achtziger Jahre wurde hauptsächlich durch die Derg, die stalinistische Junta unter Mengistu Haile Mariam, verursacht. In ihrem Kampf gegen aufständische Truppen aus der Provinz Tigray vernichteten die Derg Getreide, zerstörten Handelswege, überfielen Märkte – und gaben all das offen zu.

Was Bob Geldof & Co jedoch nicht davon abhielt, mit den Verantwortlichen der Hungersnot zu kollaborieren kooperieren:

Die Regierungstruppen siedelten Hunderttausende Menschen aus den notleidenden Gegenden Nordäthiopiens im Süden des Landes an. Den Hilfsorganisationen verkauften sie das als Mittel im Kampf gegen den Hunger. Vor allem ging es ihnen aber darum, die Bevölkerung in den aufständischen Regionen auszudünnen.

Die zwangsrekrutierten Menschen wurden fünf, sechs Tage lang durchs Land gefahren, bei diesen auszehrenden Transporten sind 50.000 bis 100.000 Menschen gestorben. In den südäthiopischen Gegenden starben dann viele an Seuchen und am Dreck in den Lagern. Finanziert wurden diese Zwangsumsiedlungen großteils von den Live-Aid-Spenden. Die französische Sektion der “Médécins sans Frontieres” zog sich damals unter Protest aus Äthiopien zurück – und sagte, dies sei”die größte Deportation seit dem Völkermord der Khmer Rouge”.

SZ: Live Aid und die Folgen für Afrika – Bob Geldofs besserwisserische Ignoranz.

UPDATE: Siehe auch Aid Watch: The myth of Ethiopia’s “natural” disasters.

26th October
2009
written by Tobias Blanken
22nd September
2009
written by Tobias Blanken

To keep a bit of seriousness, though, I’m going to propose a theory of international trade between Africa and celebrities. Africa exports stereotypical images of misery in return for celebrities’ advocacy for more Africa funds. The theory of trade says that trade only happens when both parties gain. Celebrities gain some combination of altruistic satisfaction, a good PR image, and a boost for their acting or singing career. Africa gains aid funds.

Celebrities finally swamp advocacy market – an application of economic theory. By Bill Easterly

22nd July
2009
written by Tobias Blanken

Dambisa Moyo in der Süddeutschen:

Die Ökonomin und Bankerin hat einen Bestseller gegen Entwicklungshilfe geschrieben. Sie attackiert Rockstars, die sich zu Sprechern Afrikas aufschwingen.

Die Süddeutsche: Sing, Bono, sing…was anderes