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Nach der ZEIT – Protektionismus in den Präsidentschaftswahlen, Part I – betrachtet nun auch das Handelsblatt die Positionen der drei Bewerber zum Freihandel genauer. Das Fazit fällt ähnlich aus: McCain trotzt dem Populismus, die Demokraten würden am liebsten sämtliche Freihandelsabkommen auf den Prüfstand stellen:
Von den gegenwärtig noch drei verbliebenen Präsidentschaftsbewerbern mit realen Chancen auf einen Einzug in das Weiße Haus plädiert nur Senator der republikanische John McCain für eine Fortsetzung der Politik des derzeitigen Amtsinhabers. Trotz aller Gegensätze in anderen Politikfeldern stand und steht McCain in Handelsfragen auf der Seite von George W. Bush.
Clinton und Obama wollen alle bisher abgeschlossenen Freihandelsabkommen daraufhin überprüfen, welche Effekte sich für die breite Bevölkerung ergeben haben oder zu erwarten sind. Clinton spricht von einer “pro-America trade policy” und kündigt eine Pause (Time out) in der Freihandelspolitik an. Weiter hält sie eine kontinuierliche Evaluierung aller Freihandelsabkommen für erforderlich. Im Fünfjahresrhythmus soll Bilanz gezogen und gegebenenfalls eine Kurskorrektur vorgenommen werden.
Zur handelspolitischen Kritik der Demokraten bietet McCain ein Kontrastprogramm. Er will alle noch nicht ratifizierten Freihandelsverträge möglichst schnell durch den Kongress bringen, unterbrochene Freihandelsgespräche zügig beenden und mit neuen beginnen. Auch die von der Bush-Administration entwickelten mittel- und langfristigen Visionen, wie die Schaffung einer gesamtamerikanischen Freihandelszone, sollen realisiert werden.
[...] Im Nahen Osten will McCain die 2003 von Bush ins Leben gerufene Initiative zur Einrichtung einer “Middle East Free Trade Area” (MEFTA) wiederbeleben: “And we will nurture a culture of hope and economic opportunity by establishing a free-trade area from Morocco to Afghanistan, open to all who do not sponsor terrorism.”
[...] Mit seinen konsequent freihändlerischen Positionen trifft McCain aber noch nicht einmal die Stimmungslage bei der Mehrheit der republikanischen Wähler.
Mehr im Handelsblatt unter: Demokraten wollen alle Freihandelsabkommen überprüfen.