Posts Tagged ‘Gaza’
As controversy over Israel’s blockade of Gaza still rages, Jane Corbin asks what really happened on the Mavi Marmara, when Israeli commandos seized the ship and nine people died. Panorama has exclusive new video and interviews with Israeli soldiers and activists involved.
Part 1:
Part 2:
(via)
Fair enough:
… if the European Union is so concerned about humanitarian aspects of life in Gaza, it should take the reins of responsibility with its own hands.
Shlomo Avineri: Disengage from Gaza once and for all
Ein äußerst lesens- bzw. hörenswerter Beitrag von Dorothea Jung im Deutschlandfunk:
Die Toten auf dem von israelischen Soldaten aufgebrachten Schiff der Gaza-Hilfsflotte haben auch unter Migranten wie der berühmte Zündfunke gewirkt: Antijüdische Ressentiments, durch Medien und Propaganda seit Jahren gut genährt, brachen sich Bahn.
Artikel: Antisemitismus unter Migranten: >Klick< Podcast (18:10 Minuten): >Klick<
Im TAGESSPIEGEL setzt sich Alexander Ritzmann mit der Propaganda von Al-Aksa TV und Al-Manar TV auseinander:
Mitverantwortlich für die Steinwürfe auf eine jüdische Tanzgruppe in Hannover sind die Fernsehsender zweier Terrororganisationen, die jeden Tag Hass in die Wohnzimmer arabischer Familien bringen.
Fernsehsender verbreiten Antisemitismus: >Klick<
Israel rehabilitates Palestinians who lost legs after being kneecapped by Hamas:
Freegaza, official webpage:
Under darkness of night, Israeli commandoes dropped from a helicopter onto the Turkish passenger ship, Mavi Marmara, and began to shoot the moment their feet hit the deck. They fired directly into the crowd of civilians asleep. According to the live video from the ship, two have been killed, and 31 injured. Al Jazeera has just confirmed the numbers.
Video:
Close-up footage:
Another close-up footage:
Oooops.
Zur Vorgeschichte*²: Freitag gab es im Gazastreifen eine Schießerei zwischen der Hamas und der salafistischen Al-Qaida-Sympathisantengruppe “Armee der Helfer Gottes”. Insgesamt 24 Menschen kamen bei den Gefechten zu Tode, weit mehr als 100 wurden verletzt.
Who is to blame? Michael Thumann gibt in der ZEIT die Antwort:
Israels Gaza-Krieg hat Hamas geschwächt – und noch viel radikalere Islamisten gestärkt. Es wird Zeit, dass der Westen die Organisation als Mitspieler akzeptiert.
Thumanns Schlussfolgerungen sind denkbar simpel:
Aber die Frage an westliche Diplomaten und israelische Politiker ist dringlich: Wem nützt es, Hamas weiter zu blockieren, auszugrenzen, klein zu kriegen? Muss man diese Islamisten nicht als Mitspieler akzeptieren, ihren Ausgleich mit Fatah fördern, Neuwahlen in Palästina 2010 ermöglichen und einen möglichen Sieg der Hamas dulden?
Ok, irgendwie erwartet man mittlerweile ja nichts anderes mehr. Wenn irgendwo in der arabischen Welt ein Sack Reis umkippt, dann gibt jeder Nahost-Diktator Israel die Schuld. Was natürlich die meisten europäischen Medien regulär inspiriert. Aber: Nur europäische Medien schaffen es, aus einem islamistischen Shootout die Schlussfolgerung abzuleiten, dass die eine Shootout-Partei ein Partner für den Frieden ist.
In diesem Sinne: Liebe Islamisten, lasst es richtig krachen. Bringt euch gegenseitig um. Zerstört weiter Moscheen. Bringt möglichst viele palästinensische Zivilisten um. Denn so qualifiziert ihr euch in den Augen europäischer / deutscher Nahostexperten als Partner für Friedensgespräche (und an den Toten hat – logisch, sowieso und grundsätzlich – Israel die Schuld).
*Titel hier geklaut.
*² Tote Palästinenser sind in Deutschland meist nur ein Thema, wenn sie von Israelis umgebracht wurden. Daher die Vorabinformationen. Mittlerweile ist auch ein Video aufgetaucht, welches die Hamas bei der Exekution der Islamisten-Konkurrenz im Hinterhof einer Moschee zeigt.
Oder: Money Left to Burn.
Der Klingelbeutel geht rum und ist mit 4,5 Milliarden Dollar gefüllt. Während die Kriegsgewinnler fette Profite machen profilieren sich deutsche Ministerien auf ihren Webseiten als Satiriker.
Sowas dürfte nicht mal John Maynard Keynes gewollt haben.
Springtime for idiots. Even in America:
Yeah, full democratic rights for gays, lesbians, bisexuals, transgenders. Right. Oh wait, silly me, there is a country involved in this conflict where gays, lesbians, bisexuals and transgenders have full democratic rights: it’s called Israel. And if you truly wanted freedom and equality for gays and lesbians in the region, you’d be protesting against the harsh shari’a regime of Hamas, under which homosexuality or “gender transgression” of any kind brings an immediate death sentence.
So der Kommentar vom zomblog über dieses Plakat während einer wirklich widerlichen Anti-Israel Demo in San Francisco (via).
Aus dem FTD-Artikel Gaza: Knieschuss für Verräter von Silke Mertins:
Den Terror des Krieges haben die Menschen in Gaza hinter sich. Jetzt leiden sie unter dem Terror der Hamas. Sie beschimpft Mitglieder der verfeindeten Fatah als Kollaborateure Israels und hat eine brutale Jagd auf sie eröffnet.
[...] Dieses Mal berichtet ein Fatah-Mann aus Gaza, welche Zahlen man zusammengetragen hat, seit der Krieg zwischen Israel und der Hamas am vergangenen Sonntag mit einem Waffenstillstand endete: Die Extremistenorganisation habe 18 Exekutionen durchgeführt, mindestens 300 Männer verhaftet. 47 Menschen sei ins Knie oder Bein geschossen worden – grausames Markenzeichen der Hamas im Umgang mit Rivalen. Dutzenden seien Gliedmaßen mit der Axt amputiert worden, einigen seien die Augen ausgestochen worden. Ein Kinderkrankenhaus und eine Augenklinik würden die Hamas-Sicherheitskräfte als “Verhörzentren” nutzen.
Und, nein, es wird mit Sicherheit keine spannenden Sondersendungen im Fernsehen geben, bei denen es so richtig menschelt und die Opfer (und vermeintliche Opfer) ein ums andere Mal in die Kamera gehalten werden. Und, nein, es werden auch nicht abertausende von selbsternannten “Menschenrechtsaktivisten” und “Friedensfreunden” auf die Straße gehen, um auf das Leid hinzuweisen, was den Palästinensern angetan wird. Und, nein, Norbert Blüm, Udo Steinbach und Norman Paech werden sich wegen des Leides auch nicht in Rage reden. Kurz: Es herrscht wieder business as usual.
„Nimmt ein Jude oder nehmen alle Juden die hier angebotene Vorgabe an, kann es ihm oder ihnen nicht schlechter ergehen als jetzt. Und freiwillig Leiden zu erdulden, wird ihnen eine innere Stärke und Freude bringen wie es keine noch so hohe Anzahl von Bekundungen des Mitgefühls aus der Welt außerhalb Deutschlands vermag. [...] Die kalkulierte Gewalt Hitlers könnte sogar zu einem allgemeinen Massaker an den Juden führen als eine erste Antwort der Erklärung von Feindseligkeiten [seitens der USA, Großbritanniens und Frankreichs]. Könnte aber der jüdische Geist auf freiwilliges Leiden vorbereitet werden, könnte sogar das gedachte Massaker in einen Tag der Dankbarkeit und Freude darüber gewendet werden, dass Jehova die Rasse sogar aus den Händen des Tyrannen errettet hat. Für den Gottesfürchtigen hat der Tod keinen Schrecken.“
(Mahatma Gandhi 1938, zitiert nach der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung: Gandhi heute – aktuell oder unzeitgemäß?)
There is another side to the ledger. For millennia Jewish blood has been cheap, if not costless, throughout the Christian and Muslim worlds, where the Jew became the epitome of powerlessness, a perpetual punching bag and a scapegoat for whatever ills befell society. There is no reason, therefore, why Israel shouldn’t follow in the footsteps of these past generations, avoid antagonizing its Arab neighbors and exercise restraint whenever attacked. But no, instead of knowing its place, the insolent Jewish state has forfeited this historic role by exacting a price for Jewish blood and beating the bullies who had hitherto been able to torment the Jews with impunity. This dramatic reversal of history cannot but be immoral and unacceptable. Hence the global community outrage and hence the world’s media provision of unlimited resources to cover every minute of Israel’s “disproportionate” response, but none of the devastation and dislocation caused to Israeli cities and their residents.
(Prof. Efraim Karsh: What’s Behind Western Condemnation of Israel’s War Against Hamas? (via))
