Posts Tagged ‘Gaza’

13th September
2011
written by Tobias Blanken

It is easier to burn an Israeli flag than reform the Egyptian government.

Jeffrey Goldberg

2nd April
2011
written by Tobias Blanken

Eine ältere (10.2.2010) Stellungnahme von Kerstin Müller, Außenpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen:

Der Goldstone-Bericht hat zu Recht beide Seiten konkreter Verstöße gegen das internationale Kriegsrecht bezichtigt. Wir verurteilen sowohl den völkerrechtswidrigen Beschuss durch Qassam-Raketen aus dem Gazastreifen wie auch die Verletzungen des humanitären Völkerrechts durch Israel. Wir bedauern, dass die Bundesregierung dem Bericht in der UN-Generalversammlung nicht zugestimmt hat.

Eine weitere ältere (24.2.2011) Stellungnahme, diesmal von Annette Groth, Menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

Die Goldstone-Kommission hat Kriegsverbrechen auf israelischer und palästinensischer Seite dokumentiert. Die Zusammenarbeit mit der Goldstone-Kommission wie auch Untersuchungen dieser Verbrechen durch unabhängige Kommissionen lehnt die israelische Regierung bis heute ab. Nach zweimaliger Fristverlängerung für nationale Untersuchungen muss jetzt die internationale Strafgerichtsbarkeit eingeschaltet werden.

Bei dem israelischen Überfall auf Gaza wurden 850 palästinensische Zivilistinnen und Zivilisten getötet, darunter 350 Kinder und 200 Frauen. Über 5 000 Menschen wurden verletzt. Für Hina Jilani, Mitverfasserin des Goldstone-Berichts, waren die Zeugnisse über das bewusste Zielen auf Kinder das Schlimmste, was sie jemals gehört hat. Frau Jilani war UN-Sonderberichterstatterin in Darfur. Die Kommission untersuchte Vorfälle, bei denen Familien mit weißer Flagge ein Haus verließen und die trotzdem gezielt beschossen wurden. Das ist ein gravierender Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und gehört bestraft.

(Beifall bei der LINKEN)

Natürlich sah das Europäische Parlament die Sache im März vergangenen Jahres ähnlich:

The European Parliament has backed the findings of a UN-backed report into last year’s Gaza war, which heavily criticised Israel and accused both Tel Aviv and Hamas of war crimes.

The assembly is the second institution after the United Nations to stand in favour of the report, with just over 50 per cent of politicians passing the resolution.

It urged its 27-member states to monitor Israeli and Palestinian probes into war crimes in Gaza, and urged Israel to immediately open its border crossing with the Gaza Strip to alleviate the worsening humanitarian crisis there.

Heute dann hat sich Richter Goldstone in der Washington Post geäußert:

We know a lot more today about what happened in the Gaza war of 2008-09 than we did when I chaired the fact-finding mission appointed by the U.N. Human Rights Council that produced what has come to be known as the Goldstone Report. If I had known then what I know now, the Goldstone Report would have been a different document.

[...]

Our report found evidence of potential war crimes and “possibly crimes against humanity” by both Israel and Hamas. That the crimes allegedly committed by Hamas were intentional goes without saying — its rockets were purposefully and indiscriminately aimed at civilian targets.

The allegations of intentionality by Israel were based on the deaths of and injuries to civilians in situations where our fact-finding mission had no evidence on which to draw any other reasonable conclusion. While the investigations published by the Israeli military and recognized in the U.N. committee’s report have established the validity of some incidents that we investigated in cases involving individual soldiers, they also indicate that civilians were not intentionally targeted as a matter of policy.

Jeffrey Goldberg kommentiert kurz und treffend:

This is as shocking as it is unexpected: the South African Jewish judge Richard Goldstone, who excoriated Israel for allegedly committing premeditated crimes against civilians in Gaza — contributing, more than any other individual, to the delegitimization and demonization of the Jewish state — now says, well, Israel didn’t actually set out to target Palestinian civilians, unllike Hamas, whose plainly-apparent goal was to murder Israeli civilians.

[...]

Well, I’m glad he’s cleared that up. Unfortunately, it is somewhat difficult to retract a blood libel, once it has been broadcast across the world.

Und Lila fasst auf Letters from Rungholt resignierend zusammen:

Ob Goldstones Worte Widerhall finden werden? Ich glaube eher, das Kind ist schon vor so langer Zeit in den Brunnen gefallen, daß seine Einsicht zu spät kommt. [...]

Es ist immer die alte Geschichte: wenn die Tatsachen korrigiert werden und sich die Verurteilung Israels als voreilig herausstellt, hört schon keiner mehr hin.

1st October
2010
written by Tobias Blanken

Aus der WELT vom Dienstag:

Die israelische Marine hat am Dienstag ein Hilfsschiff für den Gazastreifen ohne Blutvergießen gestoppt. Die zehn jüdischen Aktivisten an Bord der Segeljacht „Irene“ leisteten keinen Widerstand, wie die israelische Armee mitteilte. Der mit Hilfsgütern beladene Katamaran wurde in den Hafen von Aschdod geschleppt.

DIE WELT: Israels Marine stoppt Hilfsschiff ohne Blutvergießen.

Ein Bild von den Hilfsgütern, die das Propagandaboot Hilfsschiff an Bord hatte:

Bildquelle: Humanitarian Aid on the Gaza-Bound “Irene”?

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17th August
2010
written by Tobias Blanken

As controversy over Israel’s blockade of Gaza still rages, Jane Corbin asks what really happened on the Mavi Marmara, when Israeli commandos seized the ship and nine people died. Panorama has exclusive new video and interviews with Israeli soldiers and activists involved.

Part 1:

Part 2:

(via)

19th July
2010
written by Tobias Blanken

Fair enough:

… if the European Union is so concerned about humanitarian aspects of life in Gaza, it should take the reins of responsibility with its own hands.

Shlomo Avineri: Disengage from Gaza once and for all

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8th July
2010
written by Tobias Blanken

Ein äußerst lesens- bzw. hörenswerter Beitrag von Dorothea Jung im Deutschlandfunk:

Die Toten auf dem von israelischen Soldaten aufgebrachten Schiff der Gaza-Hilfsflotte haben auch unter Migranten wie der berühmte Zündfunke gewirkt: Antijüdische Ressentiments, durch Medien und Propaganda seit Jahren gut genährt, brachen sich Bahn.

Artikel: Antisemitismus unter Migranten: >Klick< Podcast (18:10 Minuten): >Klick<

Im TAGESSPIEGEL setzt sich Alexander Ritzmann mit der Propaganda von Al-Aksa TV und Al-Manar TV auseinander:

Mitverantwortlich für die Steinwürfe auf eine jüdische Tanzgruppe in Hannover sind die Fernsehsender zweier Terrororganisationen, die jeden Tag Hass in die Wohnzimmer arabischer Familien bringen.

Fernsehsender verbreiten Antisemitismus: >Klick<

3rd June
2010
written by Tobias Blanken

Israel rehabilitates Palestinians who lost legs after being kneecapped by Hamas:

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31st May
2010
written by Tobias Blanken

Freegaza, official webpage:

Under darkness of night, Israeli commandoes dropped from a helicopter onto the Turkish passenger ship, Mavi Marmara, and began to shoot the moment their feet hit the deck. They fired directly into the crowd of civilians asleep. According to the live video from the ship, two have been killed, and 31 injured. Al Jazeera has just confirmed the numbers.

Video:

Close-up footage:

Another close-up footage:

Oooops.

19th August
2009
written by Tobias Blanken

Zur Vorgeschichte*²: Freitag gab es im Gazastreifen eine Schießerei zwischen der Hamas und der salafistischen Al-Qaida-Sympathisantengruppe “Armee der Helfer Gottes”. Insgesamt 24 Menschen kamen bei den Gefechten zu Tode, weit mehr als 100 wurden verletzt.

Who is to blame? Michael Thumann gibt in der ZEIT die Antwort:

Israels Gaza-Krieg hat Hamas geschwächt – und noch viel radikalere Islamisten gestärkt. Es wird Zeit, dass der Westen die Organisation als Mitspieler akzeptiert.

Thumanns Schlussfolgerungen sind denkbar simpel:

Aber die Frage an westliche Diplomaten und israelische Politiker ist dringlich: Wem nützt es, Hamas weiter zu blockieren, auszugrenzen, klein zu kriegen? Muss man diese Islamisten nicht als Mitspieler akzeptieren, ihren Ausgleich mit Fatah fördern, Neuwahlen in Palästina 2010 ermöglichen und einen möglichen Sieg der Hamas dulden?


Und so weiter und so fort….

Ok, irgendwie erwartet man mittlerweile ja nichts anderes mehr. Wenn irgendwo in der arabischen Welt ein Sack Reis umkippt, dann gibt jeder Nahost-Diktator Israel die Schuld. Was natürlich die meisten europäischen Medien regulär inspiriert. Aber: Nur europäische Medien schaffen es, aus einem islamistischen Shootout die Schlussfolgerung abzuleiten, dass die eine Shootout-Partei ein Partner für den Frieden ist.

In diesem Sinne: Liebe Islamisten, lasst es richtig krachen. Bringt euch gegenseitig um. Zerstört weiter Moscheen. Bringt möglichst viele palästinensische Zivilisten um. Denn so qualifiziert ihr euch in den Augen europäischer / deutscher Nahostexperten als Partner für Friedensgespräche (und an den Toten hat – logisch, sowieso und grundsätzlich – Israel die Schuld).

*Titel hier geklaut.

*² Tote Palästinenser sind in Deutschland meist nur ein Thema, wenn sie von Israelis umgebracht wurden. Daher die Vorabinformationen. Mittlerweile ist auch ein Video aufgetaucht, welches die Hamas bei der Exekution der Islamisten-Konkurrenz im Hinterhof einer Moschee zeigt.

26th January
2009
written by Tobias Blanken

Springtime for idiots. Even in America:

Yeah, full democratic rights for gays, lesbians, bisexuals, transgenders. Right. Oh wait, silly me, there is a country involved in this conflict where gays, lesbians, bisexuals and transgenders have full democratic rights: it’s called Israel. And if you truly wanted freedom and equality for gays and lesbians in the region, you’d be protesting against the harsh shari’a regime of Hamas, under which homosexuality or “gender transgression” of any kind brings an immediate death sentence.

So der Kommentar vom zomblog über dieses Plakat während einer wirklich widerlichen Anti-Israel Demo in San Francisco (via).

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