Posts Tagged ‘Henry Kissinger’

13th August
2010
written by Tobias Blanken

Clemens Wergin gibt nen Schwank über Henry Kissinger zum Besten:

Als er 1973 US-Außenminister wurde, stellte sich ebenfalls ein Problem: Saudi-Arabien, ein wichtiger Verbündeter in der Region, verbietet Juden die Einreise ins Land. Kissinger reiste dennoch zum Staatsbesuch an, obwohl unklar war, ob die Saudis ihm, dem deutschstämmigen amerikanischen Juden, und einigen mitgereisten jüdischen Journalisten die Einreise genehmigen würden. Landen zumindest durfte er. Im Hotel in Riad fand jedes Delegationsmitglied dann ein Exemplar der Hetzschrift „Protokolle der Weisen von Zion“ in der Informationsmappe.

Am Ende wurde Kissinger doch zum König vorgelassen, dessen Mitarbeiter lange darüber gegrübelt haben müssen, wie sich diese Situation auflösen ließe. Der König begrüßte Kissinger schließlich mit den Worten: „Ich empfange Sie nicht als Juden, sondern als Menschen und Außenminister der Vereinigten Staaten.“ Worauf Kissinger antwortete: „Einige meiner besten Freunde sind Menschen.“

WELT ONLINE: Westerwelle dürfte mehr Selbstbewusstsein zeigen

22nd November
2007
written by Tobias Blanken

Auf German Joys wird die Frage aufgeworfen, warum Henry Kissinger hierzulande häufiger als in Amerika in den Medien ist. Neben der Erklärung über die Sprache – man Kissinger spricht Deutsch – stellt Autor Andrew Hammel die These auf, dass es vielleicht auch am hiesigen Desinteresse betreffend Kissingers Lobbytätigkeit liegen könnte:

We don’t know which ones they are, because the firm refuses to reveal its client list and, reportedly, requires clients to keep their relationship with the firm secret as well. You’d think basic journalistic practice would require this fact to be at least mentioned whenever Kissinger airs his views on foreign policy. In Germany, however, it never is. None of the people I have ever discussed Kissinger with here in Germany were aware that he runs a consulting firm whose clients have an interest in steering American foreign policy in particular directions.

Wäre ja auch irgendwie vermessen, wenn man ausgerechnet bei Realpolitikern eigennützige Interessen ausmachen würde. Ja, wo käme man da denn hin! Wie sagt man doch so schön in Norddeutschland: Wat de Bur nich kennt, dat frett he nich. Also hält man sich auch in Sachen Lobbytätigkeiten lieber an diejenigen, von denen man es eh schon immer gewusst hat. Getreu dem alten Casablanca Motto:

Round up the usual suspects!