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Man ist ja einiges gewohnt, aber da fällt einem die Kinnlade runter:
Gastkommentar von Marianne Heuwagen, Human Rights Watch, über den deutschen Boykott der UN-Anti(?)-Rassismus-Konferenz auf tagesschau.de (via):
Indem sich diese Länder nun zurückziehen, verstärken sie die Gefahr, dass die Konferenz ein Misserfolg wird. Sie überlassen das Forum denjenigen – allen voran dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad – die israelkritisch eingestellt sind.
Die allseits geforderte (“man wird Israel jawohl noch kritisieren dürfen…”) Kritik beinhaltet nach Frau Heuwagen also Aussagen wie Ahmadinedschads Rede vor eben jener UN-Anti(?)-Rassismus-Konferenz:
Er warf der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu “barbarischen Rassismus” vor und forderte, die Weltgemeinschaft müsse diesen “ausmerzen”, übersetzt ihn die Nachrichtenagentur AFP. Der Staat Israel sei mit Unterstützung der USA und Europas unter dem “Vorwand jüdischen Leidens” im Zweiten Weltkrieg gegründet worden, sagte Ahmadinedschad.
Oder Ahmadinedschads Glückwunsch-”Kritik” anlässlich des 60 jährigen Bestehen des jüdischen Staates:
Glückwunsche zu Israels Sechzigstem auch aus Teheran: Der Nachrichtenagentur AFP zufolge bezeichnete Ahmadi-Nejad in seiner Grussbotschaft den jüdischen Staat als “verwesende Leiche und tote Ratte”, der ausserdem “dem Untergang geweiht” sei. Im Krieg der Hisbollah gegen Israel 2006 habe das libanesische Volk Israel eine Niederlage bereitet, sodass dieses nun “wie eine tote Ratte” beginnen werde, zu verwesen.
Oder Ahmadinedschads “Kritik”-Klassiker an Israel (via):
“Unser lieber Imam sagte, dass das Besatzungsregime von der Landkarte getilgt werden muss und dies war eine sehr kluge Aussage. Wir können keine Kompromisse in der Frage Palästinas machen … Ich habe keinen Zweifel daran, dass die neue Welle, die in Palästina begonnen hat, und wir erleben es auch in der islamischen Welt, diesen Schandfleck aus der islamischen Welt beseitigen wird. Aber wir müssen uns seiner Tricks bewusst sein.”
Immerhin weiß man jetzt, was man unter “Israelkritik” zu verstehen hat. Vielen Dank, Frau Heuwagen!