Posts Tagged ‘Palästinenser’
„Nimmt ein Jude oder nehmen alle Juden die hier angebotene Vorgabe an, kann es ihm oder ihnen nicht schlechter ergehen als jetzt. Und freiwillig Leiden zu erdulden, wird ihnen eine innere Stärke und Freude bringen wie es keine noch so hohe Anzahl von Bekundungen des Mitgefühls aus der Welt außerhalb Deutschlands vermag. [...] Die kalkulierte Gewalt Hitlers könnte sogar zu einem allgemeinen Massaker an den Juden führen als eine erste Antwort der Erklärung von Feindseligkeiten [seitens der USA, Großbritanniens und Frankreichs]. Könnte aber der jüdische Geist auf freiwilliges Leiden vorbereitet werden, könnte sogar das gedachte Massaker in einen Tag der Dankbarkeit und Freude darüber gewendet werden, dass Jehova die Rasse sogar aus den Händen des Tyrannen errettet hat. Für den Gottesfürchtigen hat der Tod keinen Schrecken.“
(Mahatma Gandhi 1938, zitiert nach der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung: Gandhi heute – aktuell oder unzeitgemäß?)
There is another side to the ledger. For millennia Jewish blood has been cheap, if not costless, throughout the Christian and Muslim worlds, where the Jew became the epitome of powerlessness, a perpetual punching bag and a scapegoat for whatever ills befell society. There is no reason, therefore, why Israel shouldn’t follow in the footsteps of these past generations, avoid antagonizing its Arab neighbors and exercise restraint whenever attacked. But no, instead of knowing its place, the insolent Jewish state has forfeited this historic role by exacting a price for Jewish blood and beating the bullies who had hitherto been able to torment the Jews with impunity. This dramatic reversal of history cannot but be immoral and unacceptable. Hence the global community outrage and hence the world’s media provision of unlimited resources to cover every minute of Israel’s “disproportionate” response, but none of the devastation and dislocation caused to Israeli cities and their residents.
(Prof. Efraim Karsh: What’s Behind Western Condemnation of Israel’s War Against Hamas? (via))
Alan Dershowitz im ZEIT-Interview:
Dershowitz: Was heißt Verhältnismäßigkeit? Für jede Hamas-Rakete darf Israel eine zurückfeuern? Jeder tote Israeli “erlaubt” einen toten Palästinenser? Nein, Verhältnismäßigkeit ist ganz einfach definiert: Was immer notwendig ist, um eine Aggression gegen die eigene Bevölkerung zu stoppen, das ist verhältnismäßig. Entscheidend ist nicht der konkrete Schaden, sondern das Risiko. Israel muss nicht warten, bis eine Rakete einen vollbesetzten Kindergarten trifft.
Zudem: Die UN sind absolut nicht objektiv, wenn es um Israel geht. Die UN haben nichts getan in Darfur oder in Ruanda, nichts gegen Fälle tatsächlichen Völkermords, aber mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet als gegen alle anderen Staaten der Welt zusammen. Die UN sind Teil des Problems, nicht die Lösung.
Das ganze Interview: “Israels Vorgehen ist angemessen”.
Siehe auch Spirit of Entebbe: Die UN, dein Freund und Helfer.
Should the Israeli army refrain from employing its technical supremacy and limit itself to the weapons that Hamas uses—that is to say, crude rockets and stones? Should it feel free to adopt the strategy of suicide bombers and the deliberate targeting of civilians? Or, better still, would it be appropriate for Israel to wait patiently until Hamas, with the help of Iran and Syria, is able to “balance” Israel’s firepower? Or might it be necessary to level the playing field regarding not only means but also aims? Hamas, unlike the Palestinian Authority, refuses to recognize the Jewish state’s right to exist and dreams of the annihilation of its citizens; should Israel match this radicalism?
André Glucksmann: On “Disproportion”.
Das Ziel ist nicht die Zweistaatenlösung; Hamas und Iran wollen Israel in der Tat »ausradieren«. Doch ist diese Endlösung bloß fernes Endziel. Hier und jetzt geht es um die Machtfrage in Mittelost – gegen Amerika, gegen Israel als seinen »Festlandsdegen«, gegen die sunnitischen Verbündeten der USA. Probates Mittel ist der Zermürbungs- und Demoralisierungskrieg. Was in westlicher Logik Wahnsinn ist, verwandelt sich im Kopf des Gotteskriegers in Rationalität – Bombardements, ja den Einmarsch zu provozieren ist Teil der Strategie. Je mächtiger die Zerstörung, desto höher der Sympathie- und Solidarisierungseffekt im Bilderkrieg – in Arabien wie im Westen. Das ist die Perfektion der Perversion: Israelis umzubringen ist gut; die eigenen Leute sterben zu lassen ist es auch.
Josef Joffe in der ZEIT: Logik des Wahnsinns.
Und in der WELT vertritt Michael Stürmer eine fast identische Position:
Es tobt ein Krieg der Bilder im Nahen Osten. Für die islamischen Milizen gilt: Je mehr Leid die Aufnahmen zeigen, desto besser. Die Stimmung in der gesamten Region soll sich gegen Israel wenden. Dahinter stehen vor allem die Interessen des Iran, der sich eine Vormachtstellung im Nahen Osten sichern will.
Michael Stürmer in der WELT: Im Gaza-Krieg geht es um die Macht des Iran.
The poverty and the death and the despair among the Palestinians in Gaza moves me to tears. How can it not? Who can see pictures of children in a war zone or a slum street and not be angry and bewildered and driven to protest? And what is so appalling is that it is so unnecessary. For there can be peace and prosperity at the smallest of prices. The Palestinians need only say that they will allow Israel to exist in peace. They need only say this tiny thing, and mean it, and there is pretty much nothing they cannot have.
Daniel Finkelstein: Israel acts because the world won’t defend it .
Oder: Warum nicht gleich der Hamas zum Fraß vorwerfen?
Wenn das Einstehen für Freiheit und Demokratie vom Staat geahndet wird:
A Swedish Migration Board employee with 20 years’ experience sued his employers alleging that he was demoted due to his pro-Israel political views [...]
Eriksson alleged that he was moved to a lower ranking position when his supervisor, Eugene Palmer, learned of his pro-Israel views expressed on his blog, Sapere aude!
“I want to defend freedom and democracy. I try to be humble and just. Therefore I must—as every good democrat must—defend Israel,” read a passage on Eriksson’s blog.
Palmer said at the time that after learning of the blog’s controversial contents he was not alone in questioning whether it was appropriate for someone with Eriksson’s position at the Board to publicly express opinions about such a sensitive topic.
Wie man sich politisch korrekt – d.h. karrierefördernd – in Schweden über den Nahost-Konflikt auslassen sollte verdeutlicht der Vertreter der Einwanderungsbehörde vor dem Gericht:
Staffan Opitz, representing the Migration Board at the hearing held at the district court in Mölndal, said during court proceedings on Friday, October 10th that Palestinian group Hamas should be considered a ‘liberation movement’. He added that its founder Yassin was a ‘Palestinian freedom-fighter’, according to a report in Dagen, a Christian website.
Mehr über die Groteske in dem hierzulande gerne als Vorbild verklärten Sozialstaat unter: Migration Board: ‘Hamas is a liberation movement’
Aus dem Newsletter der israelischen Botschaft:
In Übereinstimmung mit dem Transferabkommen kam am Donnerstagnachmittag der erste Tanklastzug aus dem Gaza-Streifen, um Treibstoff für die UNRWA zu beziehen. Zehntausende Palästinenser blockierten jedoch die Hauptzufahrtswege zu dem Depot, verhinderten die Zufahrt des Tankwagens und somit die Treibstoffversorgung. [...]
Es ist unsere Hoffnung, dass die Palästinenser den Tanklastzügen morgen erlauben werden, das Treibstoffdepot zu erreichen und die UN-Organisationen, die sich um die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen kümmern, zu versorgen. [...]
Oberst Press hat die Palästinenser dazu aufgerufen, Treibstoff vom palästinensischen Depot bei Nahal Oz zu beziehen und ihn für jene verschiedenen humanitären und zivilen Zwecke einzusetzen, für die er bestimmt ist.
In der WELT fasst Clemens Wergin die palästinensischen Attacken gegen die Versorgung des Gazastreifens zusammen:
Denn die radikalen Palästinenser in Gaza [...] haben in den vergangenen Tagen und Wochen eine Reihe von Angriffen gestartet, die eigentlich nur einen Schluss zulassen: Sie wollen Israel zwingen, Lieferungen in den Gazastreifen einzustellen, um so tatsächlich eine humanitäre Krise herbeizuführen.
Sowohl der Terrorangriff auf das israelische Treibstofflager Nahal Oz wie an diesem Wochenende der Angriff auf den Grenzübergang Kerem Schalom dienen nur einem Ziel: die Versorgungslinien des Gazastreifens zu kappen oder deren Funktionsfähigkeit zu beschädigen. Schließlich ist Nahal Oz das einzige Terminal, von dem aus Treibstoff in den Gazastreifen gepumpt wird. Und über Kerem Schalom können nicht nur palästinensische Bauern ihre Produkte ausführen, hier werden auch die Transporte von Hilfsgütern und Medikamenten abgewickelt, die Gaza mit dem Notwendigsten versorgen.
Mehr unter: Die Geiseln der Extremisten
Auf der Webseite der Tagesschau beklagt sich Nasser Laham, Chefredakteur der palästinensischen Zeitung Ma’a, über israelische Spezialeinheiten, die sich bei ihren Operationen im Westjordanland als Araber verkleiden. Und zwar mit folgenden Worten:
“Wir wissen nicht, wer sie sind. Sie ziehen sich wie Araber an, sie haben ein Palästinensertuch auf dem Kopf, sie sind bewaffnet und richten die Waffen auf dich. Du weißt nicht, was du machen sollst. Wenn du fliehst, schießen sie. Wenn du stehen bleibst, weißt du nicht, was sie tun werden. Das hat gar nichts damit zu tun, ob du bewaffnet bist oder nicht.”
