Posts Tagged ‘Pallywood’

4th January
2011
written by Tobias Blanken

Aus der gestrigen taz:

Das palästinensische Grenzdorf Bilin will an seinem Konzept der Gewaltlosigkeit festhalten – auch nach dem Tod einer Demonstrantin. Steinewerfen ist in Bilin verpönt.

Der unmittelbar im Grenzbereich und etwa auf halber Strecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem gelegene Ort Bilin gilt seit über fünf Jahren als Paradebeispiel für den friedlichen palästinensischen Widerstand, der inzwischen auch in anderen Grenzdörfern Schule macht. Die beharrlich jeden Freitag stattfindenden Demonstrationen laufen genau nach Wunsch westlicher Friedensbewegungen ab: gewaltlos. Steinewerfen ist verpönt.

Was halt, bestenfalls, nur die halbe Wahrheit ist. Immerhin schmeißt der Demonstrant auf diesem Bild ja auch nur ein Molotowcocktail und keinen Stein.

Weiter berichtet das Qualitätsmedium taz:

Für die 36-jährige Jahawer Abu Rahmah war der heftige Tränengasbeschuss der Soldaten zu viel.

“Die Demonstration am Freitag war besonders groß”, berichtet Jonathan Pollak, Medienkoordinator des “Volkskomitees”. Gewöhnlich kommen nur ein paar Dutzend Demonstranten, doch beim letzten Mal sollen es rund tausend gewesen sein, darunter auch der palästinensische Premierminister Salam Fayyad, der Bilin jedoch noch vor dem gewaltsamen Zwischenfall wieder verließ. “Wir waren kaum in Sichtweite, als die Soldaten anfingen, Tränengas abzuschießen”, sagt Pollak. Abu Rahmah sei gestürzt und bewusstlos gewesen, bevor sie in ein Krankenhaus nach Ramallah gebracht wurde, wo sie starb.

Was nicht mal der halben Wahrheit entspricht:

The IDF shot down an ugly Arab hoax Monday, after it had already been propagated worldwide. The Nana-Channel 10 website reported that a military investigation found that the woman who supposedly died when she inhaled tear gas at a demonstration Friday was not even present at the protest. She did not die of tear gas inhalation but of cancer, the IDF found, and had been lying in a hospital bed for ten days before passing away.

Einfach ein Elend, diese Berichte aus Tausend und einer Nacht.

Nachtrag: Die National-Zeitung Linke Zeitung lässt die taz in einem besseren Licht erscheinen.

Nachtrag II: Lila auf Letters from Rungholt, zutreffend:

Aber falls wirklich (nicht zum ersten Mal) eine Geschichte an den Haaren herbeigezogen wurde, sollten wir diesmal wirklich die Sache so publik wie möglich machen. Es ist nicht nur eine Frechheit Israel gegenüber, sondern auch eine riesige Respektlosigkeit der Toten gegenüber. Es sind genügend Tote auf Israels Kappe gegangen, die nicht durch Israel gestorben sind – und nur Zyniker können sagen, „ist doch egal, tot ist tot, und Israel hat eh genug auf dem Gewissen“. Das stimmt nicht. Die Umstände des Tods müssen geklärt werden, bei jedem Menschen. Wenn Israel ihren Tod verursacht hat, dann muß das Konsequenzen haben – nicht als ob uns eine weitere Untersuchungskomission zum Glück fehlt, aber Menschenleben ist Menschenleben und vielleicht kann man ja für Bilin mal eine andere Strategie andenken?

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31st May
2010
written by Tobias Blanken

Freegaza, official webpage:

Under darkness of night, Israeli commandoes dropped from a helicopter onto the Turkish passenger ship, Mavi Marmara, and began to shoot the moment their feet hit the deck. They fired directly into the crowd of civilians asleep. According to the live video from the ship, two have been killed, and 31 injured. Al Jazeera has just confirmed the numbers.

Video:

Close-up footage:

Another close-up footage:

Oooops.

4th February
2009
written by Tobias Blanken

Business as Usual:

Die Vereinten Nationen haben ihre Darstellung eines israelischen Angriffes im Gazastreifen mit 43 Toten revidiert: Dabei sei nicht, wie zuvor behauptet, eine UN-Schule getroffen worden. Alle Opfer hätten sich vielmehr außerhalb des Schulgeländes befunden, teilte ein UN-Vertreter in Jerusalem am Montag mit.

Die Vereinten Nationen “würden gerne klarstellen, dass das Bombardement und alle Todesfälle sich außerhalb und nicht innerhalb der Schule ereignet haben”, fügte Gaylord hinzu. Als Reaktion ließ die UNRWA verlauten, sie habe seit dem Tag des Angriffes behauptet, die Verwundeten hätten sich außerhalb des Geländes befunden. Die Quelle der Falschmeldung sei in einem anderen Zweig der UN zu suchen, hieß es laut der Zeitung “Ha´aretz”.

Quelle. Siehe auch hier.