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In fünf Tagen jährt sich der Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum neunzigsten Mal. Und da es die DDR samt schwarzen Kanal nicht mehr gibt lässt der SPIEGEL sich nicht lumpen verklärt beide zu Demokraten. In dem Artikel Luxemburg und Liebknecht heißt es etwa ganz lapidar:
Die folgenden Ereignisse haben die Linke in Deutschland für immer gespalten, mit fatalen Folgen. Der Hass zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten schwächte die demokratischen Kräfte in der Weimarer Republik nachhaltig; den Nazis sollte das später den Durchmarsch an die Macht wesentlich erleichtern.
Luxemburg und Liebknecht haben zwar gegen die Weimarer Republik geputscht und wollten eine Rätediktatur errichten, aber über sowas sieht man beim SPIEGEL anscheinend gerne hinweg. Diktatur und Demokratie fangen schließlich beide mit dem Buchstaben D an, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Und aus Kommunisten “demokratische Kräfte” machen. Logisch, dass beide Kommunisten im Stile allerfeinster DDR-Propaganda zu Heiligen verklärt werden:
Das Schicksal als prominenteste Opfer demokratiefeindlicher Gewalt in Deutschland hat Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht historischen Rang eingetragen.
Leseempfehlung Deutschlandradio Kultur / Jochen Staadt: Demokratie oder Diktatur.
Alright, we got white pussy, black pussy, spanish pussy, yellow pussy. We got hot pussy, cold pussy. We got wet pussy. We got smelly pussy. We got hairy pussy, bloody pussy. We got snapping pussy. We got silk pussy, velvet pussy, naugahyde pussy. We even got horse pussy, dog pussy, chicken pussy.
(Cheech Marin – From Dusk Till Dawn)
Steige gerade von meinem Firefox-Feedreader auf den Google Reader um. Bin bisher recht zufrieden; das Importieren von Feeds ist sehr komfortabel, man kann sehr einfach Kategorien (z.B. öffentlich – privat) verteilen und Empfehlungen von Freunden lesen. Ok, die Empfehlungen von Freunden haben mir etwas Angst gemacht, da meine Lieblingsdatenkrake Google gleich zu Beginn 172 Empfehlungen von Freunden angezeigt hat – dem Googlemail-Adressbuch sei Dank.
Beim Importieren habe ich ein wenig an den Feeds rumgespielt und mich gewundert, was bei Feeds so alles geht und was alles noch nicht geht. Bei WordPress war ich überrascht, wie individuell man die Abonnements gestalten kann. Einfach nur ein &feed=rss hinter die jeweilige URL anhängen und man hat den Feed. Vollkommen egal, ob es sich um eine Kategorie oder einen Tag oder was auch immer handelt. Man lernt ja nie aus.
Bei der ZEIT kann man – die Funktion ist richtig schön tief versteckt – die Feeds einzelner Autoren abonnieren. Z.B. die von Josef Joffe, Jörg Lau oder Jürgen Krönig. Bei der New York Times gibt es die Funktion auch. Habe mir erstmal William Kristol und Thomas L. Friedman abonniert.
Was mich aber gewundert hat: Diese Funktion gibt es bei anderen Nachrichtenseiten nicht. Dachte mir: Das einzig lesenswerte von SPIEGEL ONLINE sind die Artikel von Claus Christian Malzahn und Reinhard Mohr. Aber eine simple Autoren-Abonnement-Funktion ist bei SPIEGEL ONLINE nicht vorgesehen. Ähnlich sieht es bei der WELT aus. Die Usual Suspects Posener, Herzinger und Stein kann man nicht abonnieren. Dabei sehen sich beide Seiten mit ihren überbordenden Kommentarfunktionen als Web 3.0 (mindestens) Vorreiter. Ähnlich sieht es beim Commentary, beim Weekly Standard und den Foreign Affairs aus. Schade.