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What goes around, comes around. BBC:
what goes around, comes around
A Taliban commander and his assistant died when a bomb they were assembling blew up, Pakistani officials say.
Das pakistanische Swat-Tal führt drastisch vor Augen, was passiert, wenn man des lieben Friedens willen Deals mit Taliban (welcher Couleur auch immer) macht:
Ihre Häuser sind ihr Gefängnis – denn sobald die Frauen aus dem pakistanischen Swat-Tal sich allein vor die Tür trauen, bringt sie das in Lebensgefahr. Sie haben fast keine Rechte mehr.
Peshawar – Seit fast zwei Jahren führen die radikalislamischen Taliban in dem einst bei Touristen beliebten Landstrich einen brutalen Feldzug gegen die Rechte von Frauen. “Nirgends sind wir mehr in Sicherheit – nicht einmal zu Hause”, klagt eine Lehrerin, die aus Furcht vor den Islamisten nur unter dem falschen Namen Huma Batool reden will: “Wir leben in ständiger Angst vor den Taliban.”
Mehr im Tagesspiegel: Die gefangenen Frauen der Taliban.
“Are you going to school?”
Then the man pulled Shamsia’s burqa from her head and sprayed her face with burning acid. Scars, jagged and discolored, now spread across Shamsia’s eyelids and most of her left cheek. These days, her vision goes blurry, making it hard for her to read.
But if the acid attack against Shamsia and 14 others — students and teachers — was meant to terrorize the girls into staying home, it appears to have completely failed.
Today, nearly all of the wounded girls are back at the Mirwais School for Girls, including even Shamsia, whose face was so badly burned that she had to be sent abroad for treatment. Perhaps even more remarkable, nearly every other female student in this deeply conservative community has returned as well — about 1,300 in all.
Jeff Weintraub: The bravery of Afghan schoolgirls.
Das Afghan Instiute for Social and Public Opinion Research hat im Auftrag von ARD, ABC und BBC in Afghanistan eine Umfrage durchgeführt, deren Fazit insgesamt positiv ausfällt. Die Mehrzahl der Afghanen ist der Meinung, dass sich ihr Land in die richtige Richtung bewegt, die Taliban werden zu 92% (sic!) abgelehnt und mehr als 2/3 aller Afghanen befürworten die internationale Präsenz. Die Umfrageergebnisse können auf tagesschau.de angesehen werden; dort steht auch dieser Absatz:
Besonders eindrücklich zeigen sich diese Gegensätze bei der Frage nach der Zukunftserwartung für die eigenen Kinder. Landesweit rechnen 51 Prozent der Afghanen damit, dass es ihre Kinder einmal besser haben werden. In der südwestlichen Provinz Kandahar, wo neben den USA vor allem kanadische Nato-Truppen gegen die wieder erstarkten Taliban kämpfen, teilen allerdings nur 18 Prozent diese Hoffnung. In Kundus, wo die Bundeswehr ein Einsatzzentrum hat, sind es dagegen 66 Prozent. Entsprechend beschreiben 70 Prozent der Befragten im Nordosten die Sicherheitslage positiv, während im Südwesten eine fast genau so deutliche Mehrheit zum gegenteiligen Urteil kommt.
Herrlich, diese Dichotomie: Wo die Amerikaner, die Kanadier und die Nato sind, da herrschen Angst und Unsicherheit; wo die Deutschen sind, da sind die Zukunftserwartungen am positivsten und die Sicherheitslage ist astrein. Whow. Am deutschen Militärwesen soll Afghanistan genesen!
Stellt sich nur die Frage, wie Ursache und Wirkung zusammenhängen. Dieses Verhältnis hat Susanne Koelbl für den SPIEGEL bereits am 16. Oktober auf den Punkt gebracht:
Ist die positive Entwicklung im Norden Afghanistans also eine Art deutsches Wirtschaftswunder? Kaum. Die günstige geografische Lage und die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung beflügelten die Region schon immer, wenn die Waffen einmal schwiegen. Die Deutschen begleiten hier Projekte, halten Kontakte in die Politik. Man weiß, dass sie hier sind und dieser psychologische Effekt ist vielleicht der wichtigste von allen. Denn sichtbar sind die Deutschen so gut wie nicht.
Nichts machen die Deutschen besser, jedoch halten sie sich konsequent von allem fern, was Gefahr und Risiko bedeutet. Schon ihr Einsatzgebiet wählten sie, durchaus beherzt und glücklich früh, unter Sicherheitsaspekten aus: Im Norden leben so gut wie keine der fast ausschließlich paschtunischen Taliban. Das Kommandogebiet der Bundeswehr ist mehrheitlich von Volksgruppen besiedelt, die den westlichen Mächten eher wohlgesonnen sind.
An diesem Good Cop, Bad Cop Spielchen der internationalen Arbeitsteilung ist eigentlich nichts auszusetzen. Die Qualitäten des bewaffneten THWs liegen ehr im Aufbau, während Amerikaner und Kanadier über Truppen verfügen, die den Taliban auch in einer asymmetrische Kriegsführung erfolgreich Paroli bieten können. Nur weiß der Good Cop normalerweise, dass er auf den Bad Cop angewiesen ist. Und die Mehrzahl der deutschen Medien und Politiker suggerieren ständig das Gegenteil, obwohl der Einsatz des Bad Cops notwendiger denn je ist, wie das Weblog Sicherheitspolitik in Bezug zu den Umfrageergebnissen betont.